Massive Streiks gegen Rentenreform in Frankreich
Gewerkschaften führen massive Streiks gegen Rentenreform in Frankreich an

Die Rentenreform in Frankreich sorgt erneut für massive Streiks im öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaften wollen das Land lahmlegen und streiken in Bahn- und Nahverkehr, an Schulen und Universitäten sowie bei der Müllabfuhr. Auch Flüge fallen aus und die Auslieferung von Kraftstoff ist blockiert. Die Regierung plant, das Renteneintrittsalter schrittweise von 62 auf 64 Jahre anzuheben und die Zahl der nötigen Einzahlungsjahre für eine volle Rente schneller steigen zu lassen. Die Reform gilt als eines der zentralen Vorhaben von Präsident Macron.
Die Zustimmung in der Bevölkerung ist relativ hoch, da viele Franzosen ein nicht sehr entspanntes Verhältnis zur Arbeit haben und eine Erhöhung des Renteneintrittsalters als Zumutung empfinden. Die Streiks ziehen sich bereits seit Monaten hin und die Gewerkschaften erhöhen nun den Druck auf Macron. Elisabeth Borne, die Premierministerin, hat in einem Appell die Solidarität im Land betont und darauf hingewiesen, dass alle nach der Reform etwas länger arbeiten müssten, damit das System der Umverteilung erhalten bleiben könne.
Experten sind der Meinung, dass die Proteste auch in den kommenden Tagen anhalten werden. Die Gewerkschaften drohen mit weiteren Streiks im Bahnverkehr und in Ölraffinerien. Die Regierung steht vor einer schwierigen Entscheidung und muss sich zwischen den Forderungen der Gewerkschaften und den Wünschen der Wirtschaft entscheiden. Ein Kompromiss scheint derzeit nicht in Sicht zu sein. Die Frage ist, ob die Rentenreform durchgesetzt werden kann oder ob sie letztendlich scheitern wird.
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