Medicare-Schock: Krankenversicherer verlieren bis zu 21 Prozent
Trump-Administration plant nahezu unveränderte Medicare-Sätze – Humana, UnitedHealth und CVS Health brechen drastisch ein

Die Aktien großer US-Krankenversicherer sind am Dienstag massiv eingebrochen, nachdem die Trump-Administration angekündigt hatte, die Medicare-Sätze für das kommende Jahr weitgehend konstant zu halten. Humana verzeichnete mit einem Minus von 21 Prozent die größten Verluste, während UnitedHealth um 20 Prozent abstürzte und CVS Health 14 Prozent nachgab.
Die Medicare Advantage-Programme, über die private Versicherer staatlich finanzierte Gesundheitsleistungen für Senioren anbieten, sind für diese Unternehmen ein wichtiges Geschäftsfeld. Die nahezu eingefrorenen Erstattungssätze bedeuten für die Versicherer geringere Margen und Wachstumsperspektiven in diesem lukrativen Segment.
Der massive Kurseinbruch bei UnitedHealth belastete den Dow Jones Industrial Average erheblich, der um 0,8 Prozent nachgab. UnitedHealth gehört zu den schwergewichteten Titeln im Dow und zog den Index trotz positiver Entwicklungen in anderen Sektoren nach unten.
Technologiewerte stützen Nasdaq
Im Gegensatz zum Dow profitierten Technologieaktien von einer Rallye bei Chipherstellern. Der Nasdaq Composite Index legte um 0,9 Prozent zu, während der breit gefasste S&P 500 um 0,4 Prozent stieg und damit ein neues Rekordhoch erreichte. Die unterschiedliche Entwicklung der Indizes zeigt die Divergenz zwischen dem unter Druck stehenden Gesundheitssektor und der robusten Technologiebranche.
General Motors überrascht positiv
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Zur AktienanalyseAbseits der Gesundheitsbranche sorgte General Motors für positive Überraschungen. Die Aktie des Autoherstellers sprang um fast 9 Prozent nach oben, obwohl das Unternehmen einen Quartalsverlust von 3,3 Milliarden Dollar meldete. Die Zahlen übertrafen jedoch die Erwartungen der Analysten, was die Anleger mit Käufen honorierten.
Für deutsche Anleger mit Engagements in US-Krankenversicherern bedeutet die Medicare-Entscheidung einen erheblichen Rückschlag. Die betroffenen Titel gehören zu den größten Gesundheitskonzernen der USA und sind in vielen internationalen Portfolios vertreten. Experten erwarten, dass die Unternehmen nun verstärkt nach Effizienzsteigerungen und alternativen Wachstumsfeldern suchen müssen.


