Mehr als 50 Firmen wollen bei Alaska LNG einsteigen
Glenfarne meldet weltweites Interesse und kündigt Investitionsentscheidung für Ende 2025 an

Mehr als 50 Unternehmen haben laut dem US-Energieentwickler Glenfarne offiziell ihr Interesse an Verträgen im Wert von über 115 Milliarden US-Dollar für das Alaska LNG-Projekt bekundet. Dabei handelt es sich um ein großangelegtes Infrastrukturvorhaben zur Erschließung von Erdgasvorkommen im Norden Alaskas, das über eine rund 1.300 Kilometer lange Pipeline bis zur Küste am Golf von Alaska transportiert werden soll.
Das Projekt, das seit Jahrzehnten diskutiert wird, hat unter der Präsidentschaft von Donald Trump neue Aufmerksamkeit erhalten. Trump hatte wiederholt betont, er wolle Länder wie Japan und Südkorea dazu bewegen, verstärkt Energie aus den Vereinigten Staaten zu importieren. Im Zuge dessen hat Glenfarne die erste Phase eines Auswahlverfahrens für strategische Partner abgeschlossen. Unternehmen aus den USA, Japan, Südkorea, Taiwan, Thailand, Indien und der Europäischen Union haben dabei ihr Interesse angemeldet.
Aus Japan hat unter anderem der Energieversorger JERA laut informierten Kreisen Interesse bekundet. Trotz der strategischen Bedeutung des Projekts zeigt sich Japan jedoch zurückhaltend, was eine feste Zusage betrifft. Grund hierfür seien die hohen Projektkosten, die sich aktuell auf rund 44 Milliarden US-Dollar belaufen. Auch andere japanische Energieunternehmen wie Tokyo Gas, Osaka Gas und Kansai Electric Power äußerten sich auf Anfrage nicht.
Taiwans staatliches Energieunternehmen CPC hatte bereits im März ein unverbindliches Abkommen zum Kauf von Flüssigerdgas sowie zur Beteiligung am Projekt unterzeichnet. Präsident Lai Ching-te erklärte, dies solle zur Sicherung der Energieversorgung der Insel beitragen. Wenn das Projekt realisiert wird, könnten bis zu 20 Millionen Tonnen verflüssigtes Erdgas pro Jahr aus Alaska exportiert werden.
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Zur AktienanalyseDer Transportweg nach Asien würde dadurch deutlich verkürzt, da keine Passage durch den Panamakanal oder um das Kap der Guten Hoffnung notwendig wäre. Das ermögliche günstigere Preise im Vergleich zu Exporten von der US-Golfküste, erklärte Glenfarne in einer Mitteilung. Der erste Projektabschnitt sieht vor, Erdgas vom North Slope bis in die Region um Anchorage zu leiten. In der zweiten Phase soll eine zusätzliche Pipeline unter dem Cook Inlet bis zur Exportanlage in Nikiski entstehen. Eine endgültige Investitionsentscheidung für den inländischen Teil der Pipeline wird bis Ende des vierten Quartals 2025 erwartet.


