Mercedes-Benz: Gewinn bricht 2025 um 49 Prozent ein
Stuttgarter Autobauer kämpft mit China-Schwäche und Kostendruck – Sparprogramm zeigt erste Wirkung

Der Stuttgarter Premiumhersteller Mercedes-Benz hat 2025 einen massiven Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Das Konzernergebnis sackte im Jahresvergleich um 49 Prozent von 10,4 Milliarden auf 5,3 Milliarden Euro ab. Damit bestätigt sich der Abwärtstrend, der bereits 2024 eingesetzt hatte.
Der Umsatz ging um neun Prozent auf 132,2 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) halbierte sich nahezu und sank um 57 Prozent auf 5,82 Milliarden Euro. Die Zahlen bewegen sich damit im Rahmen der bereits gesenkten Prognosen.
Als Hauptbelastungsfaktoren nennt das Unternehmen Zölle, negative Wechselkurseffekte und den intensiven Wettbewerb im wichtigsten Einzelmarkt China. Dort brachen die Verkäufe um 19 Prozent ein – ein alarmierendes Signal, da fast ein Drittel aller Mercedes-Pkw in China abgesetzt wird.
Drastisches Sparprogramm läuft auf Hochtouren
Immerhin zeigt das bereits 2024 initiierte Kostensenkungsprogramm erste Erfolge. In der Pkw-Sparte wurden über 3,5 Milliarden Euro eingespart, was einen Teil der Ergebnisbelastungen kompensierte. Bis 2027 sollen die Produktionskosten um zehn Prozent sinken, ebenso die Fixkosten.
Insgesamt verkaufte Mercedes 2025 rund 2,16 Millionen Pkw und Vans. Bei den Pkw allein lag der Absatz bei knapp 1,8 Millionen Einheiten – ein Minus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders der China-Rückgang von 19 Prozent wiegt schwer.
Källenius gibt sich kämpferisch
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Zur AktienanalyseCEO Ola Källenius zeigte sich trotz der schwachen Zahlen optimistisch: "Wir sind bereit für das Jahr 2026", betonte er. Mit einem klaren Fokus auf Effizienz, Geschwindigkeit und Flexibilität sowie einem wettbewerbsfähigen Produktportfolio wolle man die Transformation konsequent vorantreiben.
Zum Sparprogramm gehört auch ein Abfindungsprogramm für Beschäftigte in indirekten Bereichen. Die Materialkosten werden optimiert, während gleichzeitig in neue Technologien und Elektromobilität investiert wird. Ob diese Strategie ausreicht, um im harten Wettbewerb mit chinesischen Herstellern und Tesla zu bestehen, wird sich 2026 zeigen müssen.


