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Mercedes-Benz: Gewinn halbiert sich durch Zollkosten von 1,2 Milliarden Dollar

Luxusautobauer meldet 57 Prozent Gewinnrückgang – China-Konkurrenz und Handelszölle belasten massiv

Mercedes-Benz: Gewinn halbiert sich durch Zollkosten von 1,2 Milliarden Dollar

Die Mercedes-Benz Group hat am Donnerstag einen drastischen Gewinneinbruch für das Geschäftsjahr 2025 bekannt gegeben. Der operative Gewinn (EBIT) des deutschen Premiumherstellers sank um 57 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro, deutlich unter den Analystenerwartungen von 6,6 Milliarden Euro. Besonders belastend wirkten sich Zollkosten in Höhe von rund einer Milliarde Euro aus.

Der Stuttgarter Konzern kämpft an mehreren Fronten gleichzeitig: Neben den Handelszöllen setzen vor allem chinesische Wettbewerber dem Traditionsunternehmen zu. Währungseffekte verschärften die Situation zusätzlich. Die Mercedes-Aktie reagierte mit einem Minus von etwa einem Prozent, seit Jahresbeginn summiert sich das Minus bereits auf sieben Prozent.

Herausforderndes Marktumfeld

Die europäische Automobilindustrie steht unter erheblichem Druck. Steigende Produktionskosten, unterbrochene Lieferketten und verschärfte Regulierungen erschweren das Geschäft. Hinzu kommt der holprige Übergang zur Elektromobilität, der massive Investitionen erfordert und gleichzeitig die Margen belastet.

Trotz der schwierigen Lage zeigt sich Mercedes kämpferisch. Für 2026 kündigte der Konzern weitere Kostensenkungsmaßnahmen an und plant mehrere neue Produkteinführungen. Die bereinigte Umsatzrendite bei Mercedes-Benz Cars soll zwischen drei und fünf Prozent liegen, nach fünf Prozent im abgelaufenen Jahr.

Vorsichtiger Ausblick

Beim Umsatz rechnet Mercedes mit einem stabilen Niveau im Vergleich zum Vorjahr, als 132,2 Milliarden Euro erlöst wurden. Das operative Ergebnis soll allerdings "deutlich über" dem schwachen Vorjahreswert liegen. Der freie Cashflow des Industriegeschäfts wird mit knapp unter 5,4 Milliarden Euro leicht rückläufig erwartet.

Die Zahlen verdeutlichen die Transformation, die die Automobilbranche durchläuft. Während traditionelle Premiumhersteller wie Mercedes mit hohen Kosten und neuen Wettbewerbern ringen, müssen sie gleichzeitig in Zukunftstechnologien investieren. Für Anleger bleibt die Aktie damit vorerst ein Wert mit erhöhtem Risiko.

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