Merck wächst trotz Gegenwind solide
Konzern erwartet 2025 weiteres Umsatzplus durch gestärkte Lieferketten und Ausbau der Halbleitersparte

Der Pharma- und Technologiekonzern Merck konnte im vergangenen Geschäftsjahr sowohl im Medikamentenbereich als auch im Segment der Elektronikmaterialien für die Halbleiterindustrie positive Entwicklungen verzeichnen. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) erhöhte sich im Jahr 2024 um über drei Prozent auf nunmehr 6,1 Milliarden Euro. Diese Zahlen legte der Konzern aus Darmstadt am Donnerstag vor. Der Jahresumsatz des Unternehmens stieg ebenfalls leicht und betrug knapp 21,2 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Zwar wirkte sich ein negativer Währungseffekt auf die Geschäftsentwicklung aus, dennoch gelang Merck ein organisches Umsatzwachstum von immerhin zwei Prozent. Damit untermauerte das Unternehmen seine Stabilität in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Besonders stark zeigten sich die Sparten Arzneimittel sowie die Elektronikmaterialien für Halbleiter. Letztere profitierten von der anhaltenden Nachfrage der Halbleiterindustrie, die derzeit weltweit wächst und zunehmend auf hochwertige Materialien angewiesen ist.
Für das laufende Geschäftsjahr 2025 gibt sich Merck ebenfalls optimistisch. Das Unternehmen erwartet einen weiteren Anstieg des Umsatzes auf eine Größenordnung zwischen 21,5 und 22,9 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn soll im gleichen Zeitraum zwischen 6,1 und 6,6 Milliarden Euro liegen. Dabei betont die Konzernchefin Belen Garijo, dass Merck mittlerweile in allen drei Hauptgeschäftsfeldern zurück auf einem klaren Wachstumskurs sei.
Die vergangenen Jahre hätten zahlreiche Herausforderungen mit sich gebracht, erklärte Garijo, gleichzeitig habe Merck diese jedoch aktiv als Chance genutzt, um sich intern besser aufzustellen. Insbesondere die Lieferketten seien optimiert worden, und es wurde verstärkt in Produktionsstandorte und Kapazitäten in Europa, den USA und Asien investiert. Diese strategischen Schritte sollen sich im Jahr 2025 auszahlen und dem Konzern helfen, profitabel zu wachsen.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseIm Zuge dieser positiven Geschäftsentwicklung wird Merck für das abgelaufene Geschäftsjahr 2024 eine Dividende von 2,20 Euro je Aktie an seine Aktionäre ausschütten. Damit bleibt die Dividende auf Vorjahresniveau stabil und spiegelt die anhaltende Zuversicht der Konzernleitung in die weitere Entwicklung des Unternehmens wider. Merck positioniert sich somit robust in einem weiterhin anspruchsvollen Markt und sieht dem Geschäftsjahr 2025 mit spürbarer Zuversicht entgegen.


