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Meta Platforms Aktie verliert im Juni 11 Prozent – Die Gründe

KI-Ausgaben, Entlassungen und fehlende Einnahmequellen belasten Meta Platforms – die Aktie büßt im Juni deutlich ein.

Meta Platforms Aktie verliert im Juni 11 Prozent – Die Gründe

Die Aktie von Meta Platforms verzeichnete im Juni einen Rückgang von 11 Prozent. Sorgen rund um übermäßige Investitionsausgaben, Entlassungen und die fehlende Monetarisierung der Künstlichen Intelligenz belasteten den Kurs des Social-Media-Konzerns erheblich. Laut Daten von S&P Global Market Intelligence sank der Aktienkurs im Laufe des Monats stetig.

Ein besonders markanter Einbruch ereignete sich am 5. Juni: Die Aktie fiel an diesem Tag um 6 Prozent, nachdem die Financial Times berichtet hatte, dass Meta eine Aktienemission im Wert von mehreren zehn Milliarden US-Dollar in Erwägung ziehe, um seine KI-bezogenen Ausgaben zu finanzieren. Für Anleger war diese Nachricht ein klares Warnsignal, da eine solche Kapitalerhöhung bestehende Aktionäre verwässern würde.

Warum fehlt Meta ein entscheidendes Standbein?

Meta ist der einzige der vier großen Hyperscaler – neben Amazon, Microsoft und Alphabet – ohne ein eigenes Cloud-Computing-Geschäft. Dies macht die geplanten Investitionsausgaben von 125 bis 145 Milliarden US-Dollar für das laufende Jahr besonders riskant. Denn während Konkurrenten wie Amazon Web Services oder Microsoft Azure ihre massiven KI-Investitionen durch Cloud-Umsätze teilweise refinanzieren können, fehlt Meta diese Einnahmequelle vollständig.

Hinzu kommt, dass Meta jährlich rund 20 Milliarden US-Dollar in seine Sparte Reality Labs investiert, die auch die KI-Projekte des Unternehmens trägt. Anleger sehen bislang keine nennenswerte Rendite auf diese enormen Ausgaben. Das Kernproblem bleibt: Meta erzielt den Großteil seiner Einnahmen nach wie vor aus dem Werbegeschäft und hat bisher keine bedeutende zweite Einnahmequelle erschlossen.

Auch auf regulatorischer Ebene wächst der Druck. Das Vereinigte Königreich hat die Nutzung sozialer Medien für Kinder unter 16 Jahren verboten – ein Schritt, der Forderungen an andere Länder verstärken könnte, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen. Für ein Unternehmen, das auf Reichweite und Nutzerwachstum angewiesen ist, sind solche Regulierungen ein struktureller Gegenwind.

Intern zeigt sich das Unternehmen ebenfalls angeschlagen. Berichte deuten auf eine niedrige Arbeitsmoral nach mehreren Entlassungswellen hin. CTO Andrew Bosworth bezeichnete die KI-Reorganisation gegenüber dem Magazin Wired als „grauenhaft". Zudem gab die neu ernannte Leiterin des Bereichs „AI for Work" kurz nach ihrer Ernennung bekannt, das Unternehmen wieder zu verlassen.

Wie sind die Aussichten für Meta?

Zum Monatsbeginn Juli gab es jedoch auch positive Signale. Die Aktie legte am 1. Juli zu, nachdem Bloomberg berichtet hatte, dass Meta die Einführung eines eigenen Cloud-Computing-Geschäfts plane. Dies folgte auf Aussagen von CEO Mark Zuckerberg, der diese Idee zuvor als „definitiv auf dem Tisch" bezeichnet hatte.

Nach dem Kursrückgang der vergangenen Monate erscheint die Meta-Aktie aus Bewertungssicht attraktiver. Sie wird derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 24 gehandelt – bereinigt um einen einmaligen Steuervorteil aus dem ersten Quartal. Angesichts eines zuletzt um 33 Prozent gesteigerten Umsatzes wirkt diese Bewertung vergleichsweise günstig.

Die entscheidende Frage für Anleger bleibt dennoch: Kann Meta glaubhaft machen, dass die milliardenschweren Investitionen in KI und neue Geschäftsfelder langfristig Früchte tragen? Solange diese Frage offen bleibt, dürfte die Aktie unter Druck bleiben.

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