Micron startet Milliardenprojekt in Japan
Neues Werk in Hiroshima soll HBM-Produktion erweitern und Standortrisiken mindern

Micron Technology plant eine umfangreiche Investition in Japan, um die Produktion von Hochleistungs-Speicherchips auszubauen. Nach Angaben aus informierten Kreisen soll der US-Konzern 1,5 Billionen Yen bereitstellen, was umgerechnet rund 9,6 Milliarden Dollar entspricht. Das Vorhaben umfasst den Bau eines neuen Werks in Hiroshima, das auf die Herstellung fortschrittlicher High-Bandwidth-Memory-Chips ausgerichtet sein soll. Die Errichtung der neuen Produktionsstätte soll auf einem bestehenden Gelände beginnen, wobei der Baubeginn für Mai des kommenden Jahres vorgesehen ist. Die ersten Auslieferungen werden nach derzeitigen Planungen für das Jahr 2028 erwartet.
Für das Projekt wird eine erhebliche finanzielle Unterstützung seitens der japanischen Regierung bereitgestellt. Das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie will dafür laut den vorliegenden Informationen bis zu 500 Milliarden Yen zur Verfügung stellen. Mit diesen Fördermitteln verfolgt die Regierung das Ziel, die eigene, seit Jahren rückläufige Halbleiterindustrie wiederzubeleben und langfristig zu stärken. Sie wirbt daher gezielt um internationale Chipproduzenten, darunter Micron und auch Taiwan Semiconductor Manufacturing Co, um neue Produktionskapazitäten im Land aufzubauen. Zusätzlich finanziert Japan ein weiteres Werk, in dem künftig hochentwickelte Logikchips unter Einsatz von IBM-Technologie gefertigt werden sollen.
Die steigende Nachfrage nach High-Bandwidth-Memory resultiert hauptsächlich aus dem anhaltenden Wachstum im Bereich der künstlichen Intelligenz sowie dem Ausbau weltweiter Rechenzentren. Unternehmen, die in diesen Segmenten tätig sind, benötigen immer leistungsstärkere Speicherlösungen, weshalb Hersteller ihre Produktionskapazitäten strategisch erweitern. Für Micron bedeutet der Ausbau in Hiroshima zugleich eine größere geografische Diversifizierung, da das Unternehmen seine Abhängigkeit von Standorten in Taiwan reduzieren möchte. Die neue Anlage soll zudem dazu beitragen, die Wettbewerbsposition gegenüber dem führenden Anbieter SK Hynix zu stärken.
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Zur AktienanalyseBerichte über das geplante Projekt konnten bislang nicht unabhängig verifiziert werden. Die verfügbaren Informationen stammen aus Kreisen, die mit den Vorgängen vertraut sein sollen. Weitere Details zum zeitlichen Ablauf oder zu zusätzlichen technischen Spezifikationen wurden nicht bekannt.


