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Micron und TSMC: Neue Allzeithochs bis Ende 2026 erwartet

Beide Chipaktien liegen unter ihren Höchstständen – doch das KI-Wettrüsten könnte sie bald auf neue Rekordniveaus treiben.

Micron und TSMC: Neue Allzeithochs bis Ende 2026 erwartet

Micron Technology und Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) gehören zu den meistbeachteten Halbleiteraktien weltweit. Micron legte in den vergangenen zwölf Monaten um beeindruckende 213% zu, TSMC immerhin um 36%. Trotz dieser starken Kursrallys notieren beide Titel aktuell deutlich unter ihren Allzeithochs: TSMC liegt rund 15% darunter, Micron sogar etwa 25%.

Analysten und Marktbeobachter sehen in dieser Kursschwäche eine attraktive Kaufgelegenheit. Die These: Beide Aktien könnten noch vor Ende 2026 neue Höchststände erreichen – angetrieben von der anhaltend starken Nachfrage nach KI-Infrastruktur.

Micron und TSMC als unverzichtbare KI-Zulieferer

Viele Anleger denken bei KI-Chips zuerst an Nvidia, AMD oder Broadcom. Doch diese Unternehmen entwerfen ihre Chips lediglich – die eigentliche Produktion übernehmen spezialisierte Auftragsfertiger. Micron und TSMC sind zwei dieser zentralen Fertigungspartner, die unterschiedliche Teile der Chipproduktion abdecken.

Micron stellt Speicherchips her, die in KI-Recheneinheiten verbaut werden und je nach Typ auch zur langfristigen Datenspeicherung dienen. TSMC hingegen fertigt Logikchips, die für den Betrieb dieser Recheneinheiten essenziell sind. Keine KI-Recheneinheit funktioniert ohne beide Komponenten – damit sind Micron und TSMC unverzichtbare Akteure der gesamten KI-Wertschöpfungskette.

Ein weiterer strategischer Vorteil: Beiden Unternehmen ist es gleichgültig, welcher Chiphersteller im KI-Rennen die Nase vorn hat. Ob AMD oder Nvidia – entscheidend ist nur, dass ihre Chips in den Endprodukten verbaut werden. Diese Unabhängigkeit macht sie zu besonders stabilen Profiteuren des KI-Booms.

KI-Ausgaben steigen weiter – Hyperscaler geben Gas

Zuletzt gerieten beide Aktien unter Druck, weil Anleger befürchteten, die großen Technologiekonzerne könnten ihre KI-Investitionen zurückfahren. Die jüngsten Aussagen der sogenannten KI-Hyperscaler zeichnen jedoch ein anderes Bild.

Amazon teilte Investoren mit, dass im Jahr 2026 nicht genügend Rechenkapazität bereitgestellt werden kann, um die Nachfrage zu decken – und dass diese Engpasssituation voraussichtlich bis 2027 anhalten wird. Alphabet kündigte an, dass die Investitionsausgaben (CapEx) im Jahr 2027 „deutlich" höher ausfallen werden als 2026. Nvidia erwartet zudem, dass die Ausgaben der KI-Hyperscaler im nächsten Jahr die Marke von einer Billion US-Dollar übersteigen werden.

Diese Signale sind eindeutig bullish für die gesamte Chipbranche. Beide Unternehmen reagieren bereits mit massiven Kapazitätserweiterungen: TSMC kündigte eine weitere Investition von 100 Milliarden US-Dollar in seine Produktionsanlagen im US-Bundesstaat Arizona an. Micron baut zusätzliche Fertigungsstätten und plant, Mitte 2027 über deutlich höhere Produktionskapazitäten zu verfügen.

Analysten erwarten explosives Gewinnwachstum

Die Wall Street hat die Wachstumsperspektiven beider Unternehmen bereits eingepreist und setzt ambitionierte Ziele. Für TSMC prognostizieren Analysten ein Umsatzwachstum von 42% für den Rest des Jahres 2026 sowie weitere 32% für 2027. Bei Micron sind die Erwartungen noch deutlich höher: Für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 (das im August endet) wird ein Wachstum von 349% erwartet, für das Geschäftsjahr 2027 immerhin noch 85%.

Diese Zahlen verdeutlichen, wie stark der Hebel beider Unternehmen auf die steigende KI-Nachfrage ist. Wenn erhöhte Produktionskapazitäten auf eine weiter wachsende Nachfrage treffen, könnte das Ertragspotenzial beider Konzerne erheblich steigen – ein potenziell explosiver Katalysator für die Aktienkurse im kommenden Jahr.

Für deutsche Privatanleger, die am KI-Megatrend partizipieren möchten, bieten Micron und TSMC eine interessante Alternative zu den bekannteren Namen wie Nvidia. Als Zulieferer profitieren sie vom gesamten Ökosystem – unabhängig davon, welcher Chiphersteller letztlich die Marktführerschaft übernimmt.

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