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Microsoft beendet Skype nach 22 Jahren endgültig

Der einst revolutionäre Videodienst verliert gegen Teams, Zoom und WhatsApp

Microsoft beendet Skype nach 22 Jahren endgültig

Microsoft stellt den Betrieb seines Videotelefonie-Dienstes Skype ein. Wie das Unternehmen auf der Plattform X mitteilte, wird Skype ab Mai 2025 nicht mehr verfügbar sein. Nutzerinnen und Nutzer haben die Möglichkeit, sich mit ihrem bestehenden Skype-Konto bei Microsoft Teams anzumelden, um weiterhin auf ihre Chats und Kontakte zugreifen zu können.

Skype wurde im Jahr 2003 von den Unternehmern Niklas Zennström und Janus Friis in Luxemburg gegründet. Der Dienst machte es erstmals möglich, Sprach- und Videoanrufe über das Internet kostenlos einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Besonders bei der internationalen Kommunikation erfreute sich Skype großer Beliebtheit, da es hohe Telefonkosten umging. In seinen besten Zeiten verzeichnete der Dienst mehrere hundert Millionen Nutzer pro Monat. In den vergangenen Jahren sank diese Zahl jedoch erheblich und lag zuletzt bei etwa 30 Millionen monatlichen Usern.

Microsoft übernahm Skype im Jahr 2011 für 8,5 Milliarden US-Dollar und integrierte es in sein Software-Ökosystem, unter anderem in Windows und die Office-Produktpalette. Trotz dieser Maßnahmen gelang es dem Unternehmen nicht, Skype dauerhaft als führenden Kommunikationsdienst zu etablieren. Die Einführung von Microsoft Teams im Jahr 2017 führte intern zu einer Konkurrenzsituation und leitete den allmählichen Niedergang von Skype ein. Während Microsoft Teams sich insbesondere in der Geschäftskommunikation durchsetzte, sank die Relevanz von Skype zunehmend.

Die Corona-Pandemie beschleunigte diesen Trend. Während der weltweite Bedarf an Videotelefonie-Diensten sprunghaft anstieg, konnte Skype nicht von diesem Wachstum profitieren. Stattdessen verloren die Nutzerzahlen weiter an Boden, da sich viele Anwender für alternative Plattformen wie Zoom oder WhatsApp entschieden. Inzwischen zählt Microsoft Teams zu den führenden Lösungen für digitale Zusammenarbeit und wird von zahlreichen Unternehmen weltweit genutzt.

Skype-Nutzer konnten nicht nur kostenlose Gespräche mit anderen Skype-Anwendern führen, sondern auch kostenpflichtige Anrufe in Mobilfunk- und Festnetze tätigen. Dies war über ein Guthaben oder ein Abonnementmodell möglich. Trotz dieses erweiterten Funktionsumfangs konnte sich Skype nicht mehr gegen die Konkurrenz behaupten. Mit der vollständigen Abschaltung im Mai 2025 endet die 22-jährige Geschichte des einst wegweisenden Kommunikationsdienstes.

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