ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Microsoft oder Meta: Welche Value-Aktie überzeugt mehr?

Beide Megacap-Tech-Aktien werden deutlich unter ihren üblichen Bewertungsspannen gehandelt – doch welche bietet das bessere Chance-Risiko-Profil?

Microsoft oder Meta: Welche Value-Aktie überzeugt mehr?

Microsoft (MSFT) und Meta Platforms (META) gelten derzeit als zwei der attraktivsten Value-Aktien im Megacap-Technologiebereich. Beide Titel werden deutlich unter ihren historischen Bewertungsspannen gehandelt, was Anleger aufhorchen lässt. Die entscheidende Frage: Welche der beiden Aktien bietet aktuell das bessere Kaufargument?

Auf den ersten Blick verfolgen beide Unternehmen sehr unterschiedliche Strategien, um vom KI-Megatrend zu profitieren. Microsoft hat sich als weltweit führender Anbieter von Unternehmenssoftware für Produktivität etabliert und seinen KI-Assistenten Copilot tief in seine beliebte Produktsuite integriert. Damit generiert das Unternehmen Abonnementumsätze in Milliardenhöhe.

Unterschiedliche Wege zum KI-Wachstum

Zusätzlich profitiert Microsoft vom KI-Ausbau über seine Cloud-Plattform Azure. Unzählige KI-Unternehmen – allen voran OpenAI, der Entwickler von ChatGPT – nutzen Azure zur Erstellung und zum Training ihrer Modelle. Im jüngsten berichteten Geschäftsquartal wuchsen die Umsätze von Azure und anderen Cloud-Diensten um beeindruckende 40 Prozent und machten diesen Bereich zum am schnellsten wachsenden Geschäftszweig des Konzerns.

Meta Platforms hingegen ist den meisten Anlegern noch unter seinem früheren Namen Facebook bekannt. Der Konzern besitzt neben Facebook weitere reichweitenstarke Social-Media-Plattformen wie Instagram, Threads und WhatsApp. Das Kerngeschäft basiert auf Werbeeinnahmen – doch auch hier hat KI tiefgreifende Veränderungen bewirkt. KI verändert die Art und Weise, wie Unternehmen Anzeigen erstellen, schalten und ausrichten, was zu erheblichem Umsatzwachstum geführt hat. Im ersten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 33 Prozent, wobei nahezu das gesamte Wachstum dem Anzeigengeschäft zuzuschreiben war.

Darüber hinaus arbeitet Meta an ambitionierten KI-Projekten, die das Unternehmen langfristig transformieren könnten. Dazu zählen ein Superintelligenz-Modell, das jedem Nutzer als echter digitaler Assistent dienen soll, sowie KI-Smartglasses, die es der künstlichen Intelligenz ermöglichen würden, mit der vom Menschen wahrgenommenen Welt zu interagieren.

Massive Investitionen in KI-Infrastruktur

Um ihre KI-Visionen zu verwirklichen, investieren beide Unternehmen jährlich hunderte Milliarden US-Dollar in den Bau und die Ausstattung von Rechenzentren. Der Markt akzeptiert den Investitionsumfang von Microsoft dabei etwas bereitwilliger, da das Unternehmen durch seine Cloud-Sparte einen klareren Weg zur Monetarisierung dieser Ausgaben vorweisen kann. Bei Meta hingegen fehlt bislang ein direkter Monetarisierungspfad für die getätigten Infrastrukturinvestitionen – was zu einer gewissen Skepsis unter Investoren führt.

Diese intensive Investitionsphase verzerrt zudem klassische Gewinnkennzahlen, da hohe Abschreibungen das Ergebnis belasten. Hinzu kommt, dass Unternehmen wie Microsoft bedeutende Beteiligungen an KI-Firmen wie OpenAI halten – unrealisierte Gewinne aus solchen Beteiligungen müssen als Gewinn ausgewiesen werden, auch wenn keine Aktien verkauft wurden. Eine reine Bewertung auf Basis des Kursgewinnverhältnisses (KGV) ist daher wenig aussagekräftig.

Sinnvoller ist der Blick auf das Kurs-Cashflow-Verhältnis, das den operativen Cashflow in den Mittelpunkt stellt und buchhalterische Verzerrungen herausfiltert. Aus dieser Perspektive ist Meta günstiger bewertet und befindet sich nahe dem unteren Ende seiner historischen Bewertungsspanne. Microsoft hingegen wurde über weite Teile der letzten fünf Jahre mit einem Kurs-Cashflow-Verhältnis im oberen 20er-Bereich gehandelt – nun ist es unter 20 gefallen, was historisch selten war.

Fazit: Microsoft als solides Schnäppchen, Meta mit mehr Upside

Die Analyse legt nahe, dass Meta günstiger bewertet ist und ein größeres Aufwärtspotenzial bietet, sofern die KI-Pläne des Unternehmens aufgehen. Microsoft hingegen gilt als das insgesamt solidere Schnäppchen, da sein KI-Geschäft bereits boomt und es keinen überzeugenden Grund gibt, warum die Aktie nicht wieder zu ihrem historisch üblichen Kurs-Cashflow-Niveau zurückkehren sollte.

Für Anleger, die zwischen beiden Titeln abwägen, lässt sich festhalten: Microsoft erscheint derzeit als der bessere Kauf mit klarerem Risikoprofil. Meta Platforms bleibt jedoch ebenfalls eine attraktive Aktie für das Portfolio – insbesondere für Investoren mit höherer Risikobereitschaft und langfristigem Anlagehorizont.

Microsoft AktieMeta Platforms AktieValue-AktieKi-InvestitionAzure CloudKurs-Cashflow-VerhältnisMegacap Technologie

Disclaimer