Mieten in Deutschland auf Rekordniveau
Steigende Mietpreise und sinkende Immobilienwerte belasten den Wohnungsmarkt im Jahr 2024

Die Prognosen der Immobilienexperten für das Jahr 2024 sehen für Mieter in Deutschland wenig erfreulich aus. Die Mieten in den größten acht Metropolen des Landes sind im dritten Quartal des vergangenen Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um beeindruckende 8,4 Prozent gestiegen. Diese alarmierende Entwicklung wird vor dem Hintergrund des anhaltenden Wohnungsmangels und der hohen Zuwanderung erwartet. Experten gehen davon aus, dass die Mietpreise auch im Jahr 2024 weiter kräftig ansteigen werden. Dies stellt vor allem für Mieter eine enorme finanzielle Belastung dar.
Auch wenn die Mieten unaufhaltsam in die Höhe schnellen, sieht es auf der anderen Seite des Immobilienmarktes düster aus. Bei den Immobilienpreisen wird erwartet, dass sie weiterhin sinken werden, insbesondere für Objekte mit schlechter Energiebilanz. Ein Grund für diesen Abwärtstrend ist die Unsicherheit rund um das Heizungsgesetz, das auf die Preise von Immobilien drückt. Roman Heidrich, Experte für Wohnimmobilienbewertungen beim Großmakler Jones Lang LaSalle (JLL), äußert sich besorgt: "Für das Jahr 2024 rechnen wir mit einer anhaltend hohen politischen Unsicherheit und sehen wenig Spielraum für Impulse im Wohnungsneubau."
Besonders betroffen von dieser prekären Situation sind Mietwohnungen, da der Nachfrageüberhang weiter zunehmen wird. Der dringende Bedarf an neuen Wohnungen wird voraussichtlich nicht gedeckt, da politische Unsicherheiten und Baukostensteigerungen den Wohnungsneubau hemmen. Die Lage spitzt sich weiter zu, während die Wohnungsnot für viele Menschen zu einer immer größeren Belastung wird.
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Zur AktienanalyseDie gestiegenen Zinsen und die hohen Baukosten zwingen viele Menschen dazu, auf Mietwohnungen auszuweichen, anstatt Eigentum zu erwerben. Trotz sinkender Kaufpreise gleichen die teureren Kreditraten die finanzielle Belastung nicht aus. Deutschland hat bereits den zweifelhaften Titel, das einzige EU-Land mit mehr Mietern als Eigentümern zu sein, und die Zahl der Mieter steigt weiter. Dieser Trend wurde durch die rekordhohe Zuwanderung im Jahr 2022 noch verstärkt. Laut Statistischem Bundesamt stellt die Miete mittlerweile den größten Ausgabenposten vieler Haushalte dar.


