Milliardenverlust durch Windkraft: Siemens Energy in Schwierigkeiten
Siemens Gamesa mit Verlust von 4,5 Milliarden Euro wegen Problemen im Windgeschäft

Siemens Energy prognostiziert Milliardenverlust wegen Windkraftproblemen. Schlechte Qualität bei Windrädern und Offshore-Anlagen belasten. Der Energietechnik-Konzern rechnet mit Verlusten von rund 4,5 Milliarden Euro im aktuellen Geschäftsjahr. Siemens Gamesa, die spanische Windkraft-Tochter, ist hauptverantwortlich für die negativen Zahlen. Die Probleme beim Hochfahren der Produktion und Qualitätsmängel führen zu hohen Kosten. Siemens Energy plant, die Strategie im Wind-Geschäft zu überdenken, da es seit Jahren mit Verlusten zu kämpfen hat.
Die Schäden an Rotorblättern und Lagern der Windanlagen werden etwa 1,6 Milliarden Euro kosten. Der Windkraft-Abteilung drohen Verluste von insgesamt 4,3 Milliarden Euro. Die Kosten für Material- und Beschaffungskosten bei Offshore-Windrädern und der holprige Hochlauf betragen zusätzlich 600 Millionen Euro. Negative Steuereffekte tragen zur Verschärfung der Situation bei, da Verlustvorträge in Höhe von 700 Millionen Euro vorerst nicht genutzt werden können.
Trotz eines riesigen Auftragseingangs für Siemens Gamesa bleibt der Umsatz stagnierend. Im dritten Quartal sank der Umsatz um zwölf Prozent, obwohl der Auftragseingang 7,4 Milliarden Euro betrug. Für das Geschäftsjahr 2022/23 erwartet das Unternehmen nun ein erwartetes Umsatzwachstum von neun bis elf Prozent. Die Verluste im dritten Quartal beliefen sich auf 2,9 Milliarden Euro, im Vergleich zu 564 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Trotz der Herausforderungen zeigt sich Siemens Energy optimistisch hinsichtlich der übrigen Geschäftsbereiche. Das Unternehmen möchte die Geschäfte wieder wirtschaftlich erfolgreich aufstellen.
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