Minneapolis: US-Konzerne unter Druck wegen Einwanderungspolitik
Die verschärften Einwanderungsmaßnahmen in Minneapolis zwingen große US-Konzerne zur Stellungnahme. Target, 3M und andere versuchen, das brisante Thema intern zu managen, während der öffentliche Druck steigt.

Die politische Zurückhaltung amerikanischer Konzernchefs gerät zunehmend unter Druck. In Minneapolis eskaliert die Auseinandersetzung um die Einwanderungspolitik der Trump-Administration zu einem Thema, das selbst die größten Unternehmen des Landes nicht mehr ignorieren können.
Konzerne im Spannungsfeld
Zu den betroffenen Unternehmen zählen Schwergewichte wie 3M, Medtronic, Ecolab, U.S. Bancorp und UnitedHealth. Sie alle haben ihre Hauptsitze und Tausende Mitarbeiter in den Twin Cities. Während sie sich öffentlich weitgehend bedeckt halten, versuchen ihre Führungskräfte, die explosive Situation hinter den Kulissen zu entschärfen.
Target im Fokus
Besonders der Einzelhandelsriese Target steht im Mittelpunkt der Kontroverse. Anfang des Monats wurden zwei Mitarbeiter des Unternehmens festgenommen – beide US-Bürger. Trotz der Brisanz verzichtete Target auf öffentliche Stellungnahmen. Stattdessen setzte das Management auf Dialog: Führungskräfte trafen sich mit lokalen Geistlichen, die zuvor in der Lobby des Hauptsitzes protestiert hatten.
Neue interne Richtlinien
Laut Dokumenten, die dem Wall Street Journal vorliegen, hat Target bereits reagiert und aktualisierte Richtlinien für seine Mitarbeiter herausgegeben. Diese regeln, wie Personal in Geschäften und Lagern auf "unangekündigte Kontakte im Zusammenhang mit Einwanderung" reagieren soll. Die Maßnahme zeigt, wie ernst die Unternehmen die Situation nehmen.
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Zur AktienanalyseBalanceakt der CEOs
Die Situation in Minneapolis verdeutlicht das Dilemma amerikanischer Konzernlenker: Seit Beginn der zweiten Amtszeit von Präsident Trump hatten sie sich erfolgreich aus politischen Debatten herausgehalten. Nun zwingt sie der Widerstand gegen die verschärften Einwanderungsmaßnahmen zum Handeln – zumindest intern. Die Frage ist, wie lange sie sich noch aus der öffentlichen Debatte heraushalten können.


