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Mistral AI strebt Bewertung von 20 Milliarden Euro an

Das französische KI-Startup verhandelt über eine Finanzierungsrunde von 3 Milliarden Euro und verdoppelt damit fast seine Bewertung.

Mistral AI strebt Bewertung von 20 Milliarden Euro an

Das französische KI-Unternehmen Mistral AI befindet sich laut einem Bloomberg-Bericht vom Freitag in Gesprächen über eine neue Finanzierungsrunde in Höhe von rund 3 Milliarden Euro. Die angestrebte Bewertung liegt dabei bei etwa 20 Milliarden Euro. Die Verhandlungen befinden sich noch in einem frühen Stadium, und die Konditionen könnten sich noch ändern.

Zum Vergleich: Bei der letzten Finanzierungsrunde im September 2024 wurde Mistral noch mit 11,7 Milliarden Euro bewertet. Die neue Runde würde die Bewertung des Unternehmens damit fast verdoppeln. Bloomberg zufolge könnte die Bewertung je nach Investorennachfrage sogar noch weiter steigen.

Europas Antwort auf das Silicon Valley

Mistral wurde 2023 von ehemaligen Forschern von Google DeepMind und Meta Platforms gegründet und positioniert sich als Europas Gegengewicht zur US-amerikanischen und chinesischen Dominanz im Bereich der künstlichen Intelligenz. Das in Paris ansässige Unternehmen agiert als Infrastrukturanbieter für europäische Regierungen und Unternehmen und betreibt Cloud-Computing-Anlagen in Frankreich und Schweden.

Zu den prominenten Kunden zählen europäische Industrieschwergewichte wie Airbus und BMW. Mistral vermarktet seine KI-Dienste insbesondere für Anwendungen im Ingenieurwesen und in der Fertigung. Darüber hinaus hat das Unternehmen europäischen Banken und anderen Institutionen ein KI-Modell zur Identifizierung von Cybersicherheitslücken präsentiert.

CEO Arthur Mensch betonte zuletzt die sicherheitspolitische Dimension dieser Technologie. „Wir müssen die Kontrolle über diese Technologie haben", sagte er im vergangenen Monat. Damit positioniert Mistral seine Dienste auch als strategische Alternative zu US-amerikanischen Anbietern wie Anthropic.

ASML als größter Anteilseigner

Größter Aktionär von Mistral ist derzeit ASML Holding, der niederländische Halbleitermaschinenhersteller. ASML investierte im vergangenen Jahr 1,3 Milliarden Euro und erwarb damit einen Anteil von 11 Prozent an dem Startup. Das Engagement des börsennotierten Technologiekonzerns unterstreicht das Interesse etablierter europäischer Industrieunternehmen an einer eigenständigen europäischen KI-Infrastruktur.

Zu den weiteren Investoren gehören die französische Staatsbank Bpifrance sowie namhafte US-amerikanische Risikokapitalgesellschaften. Darunter befinden sich Lightspeed Venture Partners, General Catalyst und Andreessen Horowitz – allesamt bekannte Namen aus dem Silicon Valley, die auf Mistrals Wachstumspotenzial setzen.

Die neue Finanzierungsrunde soll dem Unternehmen die nötigen Ressourcen verschaffen, um im globalen KI-Wettlauf gegen Konkurrenten aus den USA und China mithalten zu können. Angesichts der enormen Investitionen, die Unternehmen wie OpenAI, Google oder chinesische Anbieter tätigen, steht Mistral unter Druck, seine Infrastruktur und Modelle kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die neue Kapitalspritze wäre ein wichtiger Schritt, um Europas führendes KI-Unternehmen auf Augenhöhe mit den globalen Schwergewichten zu halten.

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