Mitgliedsrekord in deutschen Fitnessstudios
Gesundheitsbewusstsein steigt – Beiträge und Umsätze erreichen neue Höchstwerte

Die Fitnessbranche in Deutschland hat im Jahr 2024 einen neuen Höchststand bei den Mitgliederzahlen erreicht. Nach Angaben des Branchenverbands DSSV waren 11,71 Millionen Menschen Mitglied in einem Fitnessstudio. Dies entspricht einem Anstieg von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit wurde erstmals der bisherige Rekordwert von 11,66 Millionen Mitgliedern aus dem Jahr 2019 übertroffen. Die Entwicklung markiert eine deutliche Erholung nach dem starken Einbruch während der Corona-Pandemie, als die Studios unter Einschränkungen wie der 2G-Plus-Regel litten und viele Mitglieder verloren.
Als Ursache für das gestiegene Interesse nannte der Verband ein zunehmendes Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung. Laut DSSV positionierten sich 41,1 Prozent der Fitnessanlagen im Bereich Gesundheit. Auch die Segmente Training und Lifestyle verzeichneten leichte Zuwächse, mit Anteilen von 32,6 Prozent beziehungsweise 21,2 Prozent. Die Zahlen deuten darauf hin, dass viele Menschen den Besuch im Fitnessstudio nicht nur als sportliche Aktivität, sondern auch als Teil eines gesundheitsbewussten Lebensstils betrachten.
Trotz der positiven Entwicklung weist die Branche auf mögliche Herausforderungen hin. Eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY vom Herbst 2024 ergab, dass viele Befragte angesichts der wirtschaftlichen Lage planten, bei der Mitgliedschaft im Fitnessstudio zu sparen. Dies könnte sich künftig auf die Mitgliederzahlen auswirken. Dennoch verzeichneten die kommerziell betriebenen Studios im vergangenen Jahr auch finanziell ein starkes Ergebnis.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseDer Nettoumsatz der 9.127 kommerziellen Fitnessstudios in Deutschland stieg laut DSSV im Jahr 2024 um sieben Prozent auf 5,82 Milliarden Euro. Auch der durchschnittliche monatliche Mitgliedsbeitrag erhöhte sich auf 46,95 Euro. Dabei liegen die Beiträge in sogenannten Special-Interest- und Einzelanlagen höher als in großen Fitnessketten. In der Branche sind laut Verband insgesamt 157.700 Menschen beschäftigt. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Studios nach schwierigen Jahren während der Pandemie wieder eine bedeutende Rolle im Freizeit- und Gesundheitsverhalten vieler Menschen einnehmen.

