Morgan Stanley analysiert Private-Credit-Engagement japanischer Versicherer
Die US-Investmentbank schätzt die Engagements auf 1% bis 3% des verwalteten Vermögens der großen Anbieter.

Morgan Stanley hat detaillierte Schätzungen zum Private-Credit-Engagement führender japanischer Versicherungskonzerne veröffentlicht. Die Analyse bezieht sich auf das Ende des Geschäftsjahres 2025 und setzt die Investments ins Verhältnis zum verwalteten Vermögen (AUM) sowie zum bereinigten Nettovermögen. Die Ergebnisse zeigen ein moderates, aber wachsendes Interesse japanischer Versicherer an dieser Anlageklasse.
Den größten absoluten Betrag weist Dai-ichi Life mit rund 630 Milliarden Yen aus. Das entspricht etwa 1% des AUM und rund 8% des Embedded Value – einem in der Lebensversicherungsbranche üblichen Bewertungsmaßstab für den Unternehmenswert. Knapp dahinter liegt Tokio Marine HD mit geschätzten 600 Milliarden Yen, was 2% des AUM und rund 10% des bereinigten Nettovermögens nach IFRS ausmacht.
Engagement der einzelnen Versicherungskonzerne im Überblick
T&D HD kommt inklusive der Beteiligung am US-Rückversicherer Fortitude auf rund 550 Milliarden Yen. Mit weniger als 3% des AUM ist das relative Gewicht hier am höchsten unter den analysierten Unternehmen, der Embedded Value wird mit rund 13% belastet. MS&AD und Sompo HD weisen mit je unter 1% des AUM die geringsten relativen Engagements auf.
Die Schätzwerte im Überblick:
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Zur Aktienanalyse- Tokio Marine HD:
¥600 Mrd. (2% AUM, ~10% bereinigtes Nettovermögen) - Dai-ichi Life:
¥630 Mrd. (1% AUM, ~8% Embedded Value) - T&D HD: ~¥550 Mrd. (<3% AUM, ~13% Embedded Value)
- MS&AD: ~¥200 Mrd. (<1% AUM, ~3% bereinigtes Nettovermögen)
- Sompo HD: ~¥100 Mrd. (<1% AUM, ~4% bereinigtes Nettovermögen)
- Japan Post Insurance: kein Engagement
Private Credit bezeichnet nicht börsengehandelte Unternehmenskredite, die direkt von institutionellen Investoren vergeben werden. Diese Anlageklasse bietet in der Regel höhere Renditen als klassische Anleihen, ist aber weniger liquide. Für Versicherer mit langfristigen Verbindlichkeiten kann das ein attraktives Profil sein.
Morgan Stanley weist ausdrücklich darauf hin, dass die Zahlen auf aktuell verfügbaren Informationen basieren und möglicherweise nicht direkt zwischen den einzelnen Unternehmen vergleichbar sind. Unterschiede in der Bilanzierung und den Definitionen von Private Credit können die Vergleichbarkeit einschränken. Anleger sollten die Daten daher als Orientierungsgröße, nicht als exakte Messgröße verstehen.


