Morgan Stanley entlässt 2.500 Mitarbeiter – drei Prozent der Belegschaft
Der US-Investmentbank-Riese baut trotz Rekordumsatz 2024 konzernweit Stellen ab.

Morgan Stanley hat rund 2.500 Mitarbeiter entlassen – das entspricht etwa drei Prozent der weltweiten Belegschaft. Dies berichtete eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Der Stellenabbau betrifft alle drei Hauptsparten der Bank: Investmentbanking und Handel, Wealth Management sowie Investment Management.
Ausgenommen vom Jobabbau sind laut der Insider-Quelle die Finanzberater der Bank. Zum 31. Dezember 2024 beschäftigte Morgan Stanley weltweit 82.992 Mitarbeiter. Über die Entlassungen hatte zunächst das Wall Street Journal berichtet.
Die Kürzungen basieren sowohl auf strategischen Erwägungen als auch auf der individuellen Leistung der Mitarbeiter. Gleichzeitig plane die Bank, die Mitarbeiterzahl in anderen Bereichen zu erhöhen, so die Insider-Quelle. Der Schritt überrascht angesichts der starken Geschäftsentwicklung.
Rekordumsatz trotz Stellenabbau
Morgan Stanley verzeichnete für das Geschäftsjahr 2024 einen historischen Höchststand beim Jahresumsatz. Im vierten Quartal übertraf das Institut die Erwartungen der Wall Street deutlich: Die Erträge im Investmentbanking stiegen um 47 Prozent, die Gebühren für die Emission von Anleihen verdoppelten sich nahezu.
Bankmanager zeigten sich angesichts gut gefüllter Pipelines für Fusionen, Übernahmen und Börsengänge optimistisch für das Jahr 2025. Volatile Märkte – befeuert durch Sorgen um KI-bedingte Disruption bei Technologieunternehmen sowie geopolitische Turbulenzen – sorgen zudem für anhaltenden Rückenwind im Handelsgeschäft.
Stellenabbau im US-Bankensektor – ein Trend
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Zur AktienanalyseDer Schritt bei Morgan Stanley steht exemplarisch für eine breitere Entwicklung: Seit Jahresbeginn bauen zahlreiche US-Unternehmen massiv Stellen ab, um ihre Strukturen im Zuge der zunehmenden Einführung von KI-Werkzeugen zu straffen. Ende Februar kündigte etwa das Zahlungsunternehmen Block unter CEO Jack Dorsey an, im Rahmen einer KI-Umstrukturierung über 4.000 Stellen zu streichen – fast die Hälfte der gesamten Belegschaft.
Für deutsche Anleger und Beobachter des Finanzmarkts zeigt der Fall Morgan Stanley: Selbst Rekordergebnisse schützen Arbeitnehmer nicht vor Umstrukturierungen, wenn Banken ihre Kostenstrukturen für ein KI-geprägtes Geschäftsmodell neu ausrichten.


