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Morgan Stanley kürt Samsara und Box zu SaaS-Top-Picks

Vor den Q1-Zahlen hebt Morgan Stanley zwei KI-fokussierte SaaS-Unternehmen hervor, die trotz Gegenwind überzeugen.

Morgan Stanley kürt Samsara und Box zu SaaS-Top-Picks

Die Analysten von Morgan Stanley haben im Vorfeld der Ergebnisse für das erste Quartal zwei klare Favoriten im SaaS-Sektor identifiziert: Samsara und Box. In ihrem aktuellen SaaS-Ausblick außerhalb der regulären Berichtssaison begründet die Investmentbank ihre Wahl mit beständigen Wachstumstrends, starker Dynamik im Unternehmensgeschäft und zunehmend wirkungsvollen KI-gestützten Produkten.

Der breitere SaaS-Sektor steht derzeit unter erheblichem Druck. Rückläufige Unternehmensausgaben und die anhaltende Unsicherheit rund um die Monetarisierung von Künstlicher Intelligenz belasten viele Anbieter. Umso bemerkenswerter ist es, dass Morgan Stanley einzelne Unternehmen hervorhebt, die sich in diesem schwierigen Umfeld klar abheben.

Samsara: Beschleunigtes Wachstum drei Quartale in Folge

Besonders positiv äußert sich Morgan Stanley zu Samsara. Das Unternehmen verzeichnete im vierten Quartal das dritte Quartal in Folge ein beschleunigtes Wachstum des neuen Netto-ARR (Annual Recurring Revenue, zu Deutsch: jährlich wiederkehrender Umsatz). Das währungsbereinigte Wachstum des neuen Netto-ARR lag bei beeindruckenden 31% im Jahresvergleich.

Auch die Dynamik im Großkundengeschäft überzeugt: 204 neue Nettokunden trugen mehr als 100.000 US-Dollar zum ARR bei, und 13 Verträge wiesen einen jährlichen Auftragswert von über einer Million US-Dollar auf. Diese Zahlen unterstreichen, dass Samsara zunehmend im Enterprise-Segment Fuß fasst – einem Bereich, der für SaaS-Unternehmen besonders lukrativ ist.

Ein weiterer Wachstumstreiber ist das expandierende Produktportfolio. Neue Produkte machten zuletzt 23% des neuen Netto-ACV (Annual Contract Value) aus – verglichen mit lediglich 8% noch zwei Quartale zuvor. Morgan Stanley sieht weiteres Aufwärtspotenzial durch neue Produkteinführungen, internationale Expansion und die tiefere Durchdringung des Unternehmensmarktes. Die Analysten betonen zudem, dass Kunden in einem schwächeren makroökonomischen Umfeld verstärkt auf Software zur Steigerung der operativen Effizienz und Kostenoptimierung setzen – ein Trend, von dem Samsara direkt profitiert.

Box: KI-Upselling und attraktive Bewertung als Argumente

Als zweiten Top-Pick nennt Morgan Stanley Box. Die Investmentbank verweist auf einen „sich verbessernden Wachstumsalgorithmus", der durch stärkere Abrechnungen (Billings), wachsende wiederkehrende Umsätze und KI-gestützte Upselling-Möglichkeiten getragen wird.

Besonders hervorzuheben ist das „Enterprise Advanced"-Angebot von Box. Dieses Paket, das einen Preisaufschlag von 30 bis 40% gegenüber dem Vorgängermodell „Enterprise Plus" aufweist, macht bereits innerhalb eines Jahres nach der Markteinführung fast 10% des Umsatzes aus. Das zeigt, wie schnell Kunden bereit sind, für erweiterte KI-Funktionen mehr zu bezahlen.

Weitere positive Signale liefern ein RPO-Wachstum (Remaining Performance Obligations, also noch ausstehende Vertragsverpflichtungen) von 17% im Jahresvergleich sowie eine stabile Netto-Retentionsrate von 104%. Zudem gewinnen KI-gestützte Governance- und Workflow-Tools von Box insbesondere in regulierten Branchen an Akzeptanz – ein Markt mit hohen Eintrittsbarrieren und stabiler Nachfrage.

Aus Bewertungsperspektive erscheint Box laut Morgan Stanley attraktiv: Das Unternehmen wird mit etwa dem 10-fachen des freien Cashflows für das Kalenderjahr 2027 gehandelt – deutlich unter dem Durchschnitt der SaaS-Vergleichsgruppe, der bei rund dem 16-fachen liegt. Die Analysten erwarten in den kommenden Quartalen weiteres Aufwärtspotenzial durch die Expansion im Unternehmensbereich, das Wachstum der Nutzerzahlen sowie breitere Trends beim Konsum von KI-Plattformen.

Für deutsche Privatanleger, die den SaaS-Sektor im Blick haben, liefert die Einschätzung von Morgan Stanley damit klare Orientierungspunkte: Unternehmen, die KI nicht nur als Marketingbegriff nutzen, sondern konkret in Umsatz und Kundenbindung umwandeln, dürften sich auch in einem herausfordernden Marktumfeld behaupten.

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