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Morgan Stanley kürt Top-Favoriten unter japanischen Ölaktien

Die US-Investmentbank setzt auf INPEX und Cosmo Energy Holdings trotz Ölpreisvolatilität und Nahost-Spannungen.

Morgan Stanley kürt Top-Favoriten unter japanischen Ölaktien

Morgan Stanley hat seine bevorzugten japanischen Ölaktien identifiziert und dabei zwei Unternehmen mit der Einstufung „Overweight" versehen. Die Analyse der Investmentbank beleuchtet Chancen im Sektor, während Rohölpreisschwankungen und geopolitische Entwicklungen im Nahen Osten die Branche belasten. Im Fokus stehen INPEX und Cosmo Energy Holdings – beide Aktien haben sich zuletzt schwächer als der breite japanische Aktienindex TOPIX entwickelt.

Der Hintergrund: Der japanische Ölsektor steht unter Druck, da die Spannungen im Nahen Osten die Produktionsbedingungen erschweren und die Ölpreise volatil bleiben. Morgan Stanley sieht in dieser Schwächephase jedoch eine Einstiegsgelegenheit, da die Aktien bereits erhebliche Abwärtsrisiken eingepreist haben.

INPEX: Unterbewertung als Chance

Bei INPEX bekräftigt Morgan Stanley die Einstufung „Overweight" und verweist auf die relative Unterbewertung des Unternehmens innerhalb der Branche. INPEX hatte seine Prognose für den Nettogewinn anlässlich der Ergebnisveröffentlichung für das erste Quartal des Geschäftsjahres 12/26 angehoben. Dennoch entwickelte sich die Aktie vom Beginn der Ergebnissaison am 27. April bis zum 16. Juni schlechter als der TOPIX.

Morgan Stanley ist der Ansicht, dass die aktuellen Kurse das Abwärtsrisiko für die Ölpreise nach einer möglichen Beilegung der Nahost-Spannungen bereits einpreisen. Sollten sich die Ölpreise stabilisieren und der mittelfristige Ausblick für Brent-Rohöl bei rund 80 US-Dollar pro Barrel festigen, erwartet die Bank, dass die Unterbewertung von INPEX stärker in den Fokus der Anleger rückt.

Als potenziellen Kurstreiber nennt Morgan Stanley mögliche Aktienrückkäufe, die zusammen mit den Ergebnissen des zweiten Quartals des Geschäftsjahres 12/26 angekündigt werden könnten. Die Investmentbank geht von Aktienrückkäufen in Höhe von insgesamt 80 Milliarden Yen im laufenden Geschäftsjahr aus. Mittelfristig beobachtet Morgan Stanley zudem die Fortschritte beim sogenannten FEED-Prozess – der vorgelagerten Ingenieurplanung – für das Abadi-LNG-Projekt in Indonesien. Die Bewertung dieses Projekts durch den Aktienmarkt könnte infolge der Nahost-Spannungen weiter steigen.

Cosmo Energy Holdings: Hohe Eigenkapitalrendite im Fokus

Auch für Cosmo Energy Holdings bekräftigt Morgan Stanley die Einstufung „Overweight". Die Investmentbank bewertet dabei die im Branchenvergleich relativ hohe Eigenkapitalrendite des Unternehmens positiv. Für das Geschäftsjahr 3/27 prognostiziert Morgan Stanley jedoch einen Rückgang des ordentlichen Gewinns von 149,2 Milliarden Yen im Geschäftsjahr 3/26 auf 115 Milliarden Yen.

Ähnlich wie INPEX entwickelte sich auch die Cosmo-Aktie vom 27. April bis zum 16. Juni schwächer als der TOPIX. Morgan Stanley führt dies vor allem auf die Aussetzung der Rohölförderung auf den Ölfeldern des Unternehmens in Abu Dhabi zurück, die aufgrund der verschärften Spannungen im Nahen Osten erfolgte. Eine Beilegung der geopolitischen Lage und die anschließende Wiederaufnahme der Förderung in Abu Dhabi würden nach Einschätzung der Bank als wichtiger Katalysator für Kurssteigerungen wirken.

Ein weiterer Termin, den Anleger im Blick behalten sollten: Cosmo Energy Holdings sollte am 18. Juni seinen nächsten Mittelfristplan veröffentlichen, der weitere Klarheit über die strategische Ausrichtung des Unternehmens liefern dürfte.

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