Morningstar bewertet SpaceX deutlich niedriger als der Privatmarkt
Das Analysehaus Morningstar sieht SpaceX als stark überbewertet – und rechnet mit günstigeren Einstiegskursen nach einem möglichen Börsengang.

Morningstar hat die Beobachtung von SpaceX offiziell aufgenommen und kommt dabei zu einem überraschend kritischen Urteil: Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk sei deutlich überbewertet. Anleger sollten daher Vorsicht walten lassen – zumindest zum aktuellen Bewertungsniveau auf dem Privatmarkt.
Die Morningstar-Analysten Nicolas Owens und Equity Director Suryansh Sharma beziffern den fairen Wert von SpaceX auf 780 Milliarden US-Dollar. Diese Zahl liegt spürbar unter den Bewertungen, die auf dem Privatmarkt sowie in anderen Schätzungen kursieren. Damit stellt sich Morningstar gegen den vorherrschenden Optimismus vieler Investoren, die SpaceX zu den wertvollsten Unternehmen der Welt zählen.
Chance nach dem Börsengang?
Trotz der kritischen Einschätzung sehen die Analysten durchaus Potenzial für Anleger. Morningstar weist darauf hin, dass sich nach einem möglichen Börsengang (IPO) von SpaceX Gelegenheiten bieten könnten, die Aktie zu attraktiveren Kursen zu erwerben. Ein IPO würde SpaceX erstmals für breite Anlegerkreise zugänglich machen – bislang ist das Unternehmen nicht an der Börse notiert und damit für Privatanleger nur schwer investierbar.
Für deutsche Privatanleger ist SpaceX derzeit praktisch unerreichbar. Anteile am Unternehmen werden ausschließlich auf dem Sekundärmarkt für Privatunternehmen gehandelt, was in der Regel institutionellen Investoren und vermögenden Einzelpersonen vorbehalten ist. Ein Börsengang würde diese Situation grundlegend verändern.
Einordnung der Bewertungsdebatte
Die Frage nach dem fairen Wert von SpaceX ist in der Finanzwelt seit Jahren umstritten. Das Unternehmen ist in mehreren Geschäftsbereichen tätig – darunter Raketenstarts, Satellitenkommunikation über das Starlink-Netzwerk sowie die Entwicklung neuer Trägersysteme. Diese Diversifikation macht eine präzise Bewertung komplex und erklärt, warum verschiedene Analysten zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen kommen.
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Zur AktienanalyseMorningstar gehört zu den renommiertesten unabhängigen Analysehäusern weltweit und ist bekannt für seine disziplinierte, fundamentalbasierte Bewertungsmethodik. Die Aufnahme von SpaceX in die Beobachtungsliste signalisiert, dass das Unternehmen zunehmend im Fokus institutioneller Investoren steht – und dass ein Börsengang näher rücken könnte.
Für Anleger, die an SpaceX interessiert sind, lautet die Botschaft von Morningstar klar: Geduld zahlt sich möglicherweise aus. Wer einen IPO abwartet und nicht zu Höchstpreisen einsteigt, könnte laut den Analysten von einem attraktiveren Einstiegsniveau profitieren.


