MSC führt Notfall-Treibstoffzuschlag auf wichtigen Handelsrouten ein
Die weltgrößte Containerreederei erhebt ab 16. März neue Aufschläge auf Routen nach Südafrika und zu den Kanaren.

Die Mediterranean Shipping Company (MSC) hat einen Notfall-Treibstoffzuschlag angekündigt, der ab dem 16. März auf ausgewählten Handelsrouten wirksam wird. Betroffen sind die Verbindungen zwischen Europa und dem südlichen Afrika sowie die Route vom Nordwestkontinent zu den Kanarischen Inseln. Das Unternehmen ist die weltweit größte Containerreederei und setzt damit ein klares Signal für steigende Betriebskosten im Seefrachtsektor.
Auf der Route von Europa in das südliche Afrika erhebt MSC einen Zuschlag von 60 US-Dollar pro Standardcontainer (TEU). Für Kühlcontainer, sogenannte Reefer-Container, fällt mit 90 US-Dollar pro TEU ein deutlich höherer Aufschlag an. Kühlcontainer werden für temperaturempfindliche Waren wie Lebensmittel oder Pharmazeutika eingesetzt und verursachen naturgemäß höhere Energiekosten.
Zusätzliche Kosten auch auf der Kanarenroute
Für die Route zwischen dem Nordwestkontinent und den Kanarischen Inseln gelten abweichende Sätze in Euro. Standardcontainer werden mit 25 Euro pro TEU belastet, Kühlcontainer mit 35 Euro pro TEU. Diese Route ist für den Güterverkehr zwischen Kontinentaleuropa und dem spanischen Archipel im Atlantik von Bedeutung.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseNotfall-Treibstoffzuschläge, auch als Emergency Fuel Surcharges (EFS) bekannt, sind ein gängiges Instrument der Schifffahrtsbranche, um kurzfristige Kostensteigerungen beim Bunkeröl an Verlader weiterzugeben. Für Importeure und Exporteure, die diese Routen nutzen, bedeutet die Ankündigung von MSC unmittelbar steigende Logistikkosten. Unternehmen sollten ihre Frachtverträge und Kalkulationen entsprechend anpassen.


