ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

MTU Aero Engines übernimmt Start-up für Drohnenantriebe

Der Münchner Triebwerksbauer kauft die Kölner AeroDesignWorks GmbH und will damit sein Militärgeschäft deutlich ausbauen.

MTU Aero Engines übernimmt Start-up für Drohnenantriebe

MTU Aero Engines wagt den Einstieg in einen wachsenden Zukunftsmarkt: Der Münchner Triebwerkshersteller übernimmt die Kölner AeroDesignWorks GmbH, ein auf Turbojet-Antriebe für kleinere unbemannte Luftfahrzeuge und Lenkflugkörper spezialisiertes Unternehmen. Das gab MTU am Mittwoch bekannt.

Vorstandschef Johannes Bussmann macht keinen Hehl aus der Strategie dahinter: „Das hilft uns, unser Militärgeschäft schneller wachsen zu lassen", sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Derzeit macht das Rüstungsgeschäft – also militärische Triebwerke und deren Instandhaltung – weniger als zehn Prozent des MTU-Umsatzes aus. Hier soll die Akquisition für Schub sorgen.

AeroDesignWorks beschäftigt aktuell knapp 40 Mitarbeiter und erwirtschaftet rund zehn Millionen Euro Umsatz. Bussmann sieht erhebliches Potenzial: „Das kann auf ein Vielfaches wachsen", sagte er. Zum Kaufpreis äußerte sich der MTU-Chef nicht im Detail – lediglich: „Wir haben einen fairen Preis gezahlt."

Renommierte Kunden, klares Wachstumsziel

Das 2011 als Ausgründung aus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entstandene Start-up ist in der Branche bereits gut vernetzt. AeroDesignWorks beliefert namhafte Kunden wie MBDA, Airbus und Boeing. Nun geht es laut Bussmann darum, die Produktion hochzufahren, um größere Stückzahlen liefern zu können, und gleichzeitig leistungsstärkere Drohnenantriebe mit mehr Schub zu entwickeln. Bei beidem könne MTU mit seiner industriellen Infrastruktur gezielt unterstützen.

In der offiziellen Mitteilung heißt es: „Mit der Übernahme von AeroDesignWorks kombiniert die MTU die industrielle Schlagkraft eines globalen Triebwerksherstellers mit der Agilität eines spezialisierten Hightech-Unternehmens." Die Formulierung verdeutlicht, wie MTU die Stärken beider Unternehmen zusammenführen will.

Strategische Lücke im Rüstungsportfolio geschlossen

Bislang liefert MTU in der Rüstungssparte Triebwerke für bekannte Plattformen wie die Kampfflugzeuge Tornado und Eurofighter, die Hubschrauber Tiger und CH-53K sowie das Transportflugzeug Airbus A400M. Im Drohnensegment war das Angebot hingegen überschaubar: Lediglich Elektromotoren der Tochtergesellschaft eMoSys standen bisher zur Verfügung.

Das soll sich nun grundlegend ändern. Denn künftige Kampfflugzeuggenerationen sollen zunehmend von Drohnen begleitet werden – ein Trend, der die gesamte Rüstungsbranche erfasst. Dafür brauche man Plattformlösungen, betonte Bussmann. Mit AeroDesignWorks schließt MTU genau diese strategische Lücke und positioniert sich frühzeitig in einem Segment, das angesichts steigender Verteidigungsausgaben weltweit an Bedeutung gewinnt.

Für Anleger ist die Transaktion ein klares Signal: MTU will den Anteil des Militärgeschäfts am Gesamtumsatz mittelfristig deutlich steigern – und setzt dabei auf gezielte Zukäufe statt organisches Wachstum allein.

Mtu Aero EnginesAerodesignworksDrohnenantriebeRüstungsgeschäftTurbojetÜbernahmeUnbemannte Luftfahrzeuge

Disclaimer