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Musk-Imperium verliert 1,5 Billionen Dollar – SpaceX vor Belastungsprobe

SpaceX und Tesla büßen seit Mitte Juni kumuliert 1,5 Billionen Dollar Marktkapitalisierung ein – und die nächste Woche verspricht noch mehr Turbulenzen.

Musk-Imperium verliert 1,5 Billionen Dollar – SpaceX vor Belastungsprobe

Es war ein außergewöhnlich schwieriger Monat für Elon Musk. SpaceX und Tesla haben seit Mitte Juni zusammen rund 1,5 Billionen US-Dollar an Marktkapitalisierung verloren. SpaceX verzeichnete seit seinem Höchststand einen Ausverkauf von fast 50 Prozent, während Tesla nach den Quartalszahlen der vergangenen Woche um 18 Prozent nachgab.

Die kommende Woche könnte für Anleger noch turbulenter werden. Zwei Ereignisse rücken dabei in den Fokus: der Quartalsbericht von SpaceX am Dienstag sowie das Ende der sogenannten Lock-up-Periode – also der Haltefrist für SpaceX-Insider – zwei Tage danach.

Extreme Volatilität erwartet

Die Optionsmärkte preisen bereits erhebliche Kursschwankungen ein. Die implizite Volatilität der SpaceX-Aktie liegt bei 122 – höher als bei nahezu jedem Unternehmen im S&P 500, mit Ausnahme von SanDisk, das zuletzt um 16 Prozent einbrach. Die Optionspreise implizieren nach den Quartalszahlen eine Kursschwankung von bis zu 15 Prozent. Für Kontrakte mit Fälligkeit am 7. August liegt die implizite Volatilität laut Daten von thinkorswim sogar bei 160 – zum Vergleich: Tesla kommt derzeit auf einen Wert von 52.

Das Ende der Haltefrist stellt dabei eine besondere Herausforderung dar. Normalerweise sinkt die implizite Volatilität einer Aktie nach der Veröffentlichung von Quartalszahlen, da das kalkulierbare Risiko des Berichts wegfällt – unabhängig davon, ob die Aktie steigt oder fällt. Im Fall von SpaceX bleibt jedoch unmittelbar nach den Zahlen ein weiteres Risiko bestehen: das Ende der Lock-up-Periode.

Mehr als 900 Millionen Aktien könnten freigegeben werden

Die Quartalszahlen lösen eine ungewöhnliche Haltefrist-Regelung aus, die es Insidern erlaubt, ihre Aktien früher als nach der üblichen 180-Tage-Frist zu verkaufen. Insgesamt stehen damit mehr als 900 Millionen Aktien zur Disposition – das entspricht rund 20 Prozent der gesperrten, für den Handel infrage kommenden Papiere. Sollten Insider tatsächlich in größerem Umfang verkaufen, könnte die Volatilität nach den Zahlen auf hohem Niveau verbleiben oder sogar weiter ansteigen.

Für Optionshändler ergibt sich daraus eine schwierige Konstellation: Sie müssen abwägen, ob der Quartalsbericht oder die Haltefrist das größere Risiko für den Kurs darstellt. Diese Kombination aus zwei zeitlich eng beieinanderliegenden Ereignissen ist an den Märkten ungewöhnlich und erschwert die Absicherung von Positionen erheblich.

Kleinanleger optimistisch, Großinvestoren vorsichtiger

Trotz des massiven Kursrückgangs haben SpaceX-Händler ihren Optimismus weitgehend beibehalten. Täglich werden mehr Call-Optionen als Puts gehandelt. Am Dienstag kauften Händler fast 100.000 Calls, verglichen mit lediglich 46.000 Puts. Der nach Volumen beliebteste Kontrakt waren Call-Optionen mit einem Basispreis von 330 und Fälligkeit am nächsten Freitag – in 21.000 Transaktionen wurden Papiere im Wert von 770.000 US-Dollar erworben.

Allerdings wächst die Kluft zwischen kleinen und großen Marktteilnehmern. Sortiert man die Transaktionen nach Handelsgröße, zeigt sich ein deutlich weniger aggressives Bild. Der Call mit Basispreis 130 und Fälligkeit im November wurde zwar nur 5.400 Mal gehandelt, jedoch für eine Gesamtprämie von 8,7 Millionen US-Dollar – ein Hinweis darauf, dass größere Investoren zwar noch bullish positioniert sind, aber mit deutlich mehr Vorsicht agieren als Kleinanleger.

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