Musk wandelt 300 Millionen Tesla-Optionen in stimmberechtigte Aktien um
Kurz nach dem SpaceX-Börsengang tauschte Elon Musk Tesla-Optionen aus seinem Vergütungspaket von 2018 gegen gesperrte Aktien mit Stimmrechten.

Elon Musk hat eine ungewöhnliche Finanztransaktion bei Tesla abgeschlossen: Er wandelte Optionen auf rund 300 Millionen Tesla-Aktien in sogenannte Restricted Stocks – gesperrte Aktien – um. Die Transaktion basiert auf einer Vereinbarung, die Musk bereits im April mit Tesla getroffen hatte, und wurde unmittelbar nach dem Börsengang von SpaceX in der vergangenen Woche vollzogen. Dies geht aus Börsenunterlagen hervor, die am Mittwoch eingereicht wurden.
Die Optionen stammten ursprünglich aus Musks milliardenschwerem Vergütungspaket aus dem Jahr 2018 – einem der größten Vergütungspakete in der Geschichte börsennotierter Unternehmen. Durch die Umwandlung erhielt Musk keine zusätzlichen gewöhnlichen Tesla-Aktien. Stattdessen wurden ihm gesperrte Aktien zugeteilt, deren Haltefrist bis zum 19. Januar 2028 läuft – exakt dem Datum, an dem die ursprünglichen Optionen ausgelaufen wären.
Stimmrechte trotz Haltefrist
Das Besondere an dieser Transaktion: Obwohl die Aktien bis 2028 gesperrt sind und nicht frei gehandelt werden können, sind sie laut den eingereichten Börsenmeldungen mit vollen Stimmrechten ausgestattet. Diese Stimmrechte kann Musk sofort ausüben. Für einen Konzern wie Tesla, bei dem Hauptversammlungsbeschlüsse und die Stimmenmehrheit des Gründers regelmäßig im Fokus stehen, ist dies eine bedeutsame Verschiebung der Stimmrechtsverhältnisse.
Um die Kosten für die Ausübung der Optionen zu decken, gab Musk 17,5 Millionen Aktien ab. Die damit verbundenen Ausübungskosten beliefen sich auf rund 7,1 Milliarden US-Dollar – eine Summe, die verdeutlicht, welche enormen Werte in dem ursprünglichen Vergütungspaket von 2018 steckten.
Musks Anteil an Tesla nach der Transaktion
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Zur AktienanalyseNach Abschluss aller Transaktionen hält Elon Musk nun rund 700 Millionen Tesla-Aktien. Darin eingeschlossen sind auch Anteile, die er über einen Trust besitzt. Gemessen an den derzeit ausstehenden Aktien entspricht dies einem Anteil von etwa 19,9 Prozent, wie Musk selbst in seiner Börsenmitteilung angab.
Die Transaktion ist aus mehreren Gründen bemerkenswert. Zum einen ist die gleichzeitige Umwandlung von Optionen auf 300 Millionen Aktien in einem einzigen Schritt äußerst selten. Zum anderen unterstreicht die Konstruktion mit gesperrten, aber stimmberechtigten Aktien Musks Interesse daran, seinen Einfluss bei Tesla langfristig zu sichern – ohne dabei zusätzliche frei handelbare Aktien auf den Markt zu bringen. Für Tesla-Aktionäre bedeutet dies, dass Musks Stimmgewicht im Unternehmen weiter gestärkt wird, während die Anzahl der im Umlauf befindlichen handelbaren Aktien nicht steigt.


