Nabil Fahmy wird neuer Generalsekretär der Arabischen Liga
Arabische Außenminister wählen den erfahrenen ägyptischen Diplomaten per Videokonferenz in das Spitzenamt.

Die Außenminister der Arabischen Liga haben Nabil Fahmy zum neuen Generalsekretär der Organisation ernannt. Die Entscheidung fiel im Rahmen einer Videokonferenz, bei der gemäß der Charta eine Zweidrittelmehrheit der Mitgliedstaaten erforderlich war. Fahmy tritt damit an die Spitze der 1945 gegründeten Organisation, die 22 arabische Staaten vereint.
Fahmy bringt eine jahrzehntelange diplomatische Karriere mit. Der Ägypter diente von 1997 bis 1999 als Botschafter in Japan und anschließend von 1999 bis 2008 als Botschafter Ägyptens in den Vereinigten Staaten. Von Juni 2013 bis Juli 2014 amtierte er als ägyptischer Außenminister.
Tradition und Ausnahme: Ägypter an der Spitze
Die Arabische Liga hat ihren Hauptsitz in Kairo, was die besondere Rolle Ägyptens in der Organisation historisch unterstreicht. Obwohl die Charta keine Nationalitätsvorgabe für das Amt des Generalsekretärs enthält, wurde der Posten traditionell von Ägyptern besetzt. Die einzige Ausnahme war der Tunesier Chedli Klibi, der von 1979 bis 1990 an der Spitze der Organisation stand.
Fahmy entstammt einer renommierten ägyptischen Diplomatenfamilie. Sein Vater Ismail Fahmy war unter Präsident Anwar Sadat von 1973 bis 1977 Außenminister Ägyptens. Er trat damals aus Protest gegen Sadats historischen Besuch in Jerusalem zurück – ein Schritt, der in der arabischen Welt große Beachtung fand.
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Zur AktienanalyseDie Arabische Liga dient der Koordinierung politischer, wirtschaftlicher und kultureller Interessen ihrer 22 Mitgliedstaaten. Als regionale Schlüsselorganisation spielt sie eine zentrale Rolle bei der Abstimmung arabischer Positionen in internationalen Konflikten und Fragen der regionalen Sicherheit.


