Nahost-Krise: Airlines streichen massenhaft Flüge in die Region
Über 75 Prozent aller Flüge nach Israel, Katar, Bahrain und in die Emirate wurden gestrichen.

Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten zwingt internationale Fluggesellschaften zu drastischen Streichungen. Laut dem Luftfahrtdatenanbieter Cirium wurden bis Montagmorgen mehr als 75 Prozent aller Flüge nach Israel, Katar, Bahrain und in die Vereinigten Arabischen Emirate gestrichen. Die Luftfahrtbranche reagiert damit auf die sich verschärfende Sicherheitslage in der gesamten Region.
Amerikanische Carrier treffen besonders weitreichende Entscheidungen. American Airlines, die ihre Verbindungen in die Region in Kooperation mit Qatar Airways betreibt, stellte die Flüge nach Doha vorübergehend ein. Delta Air Lines suspendierte ihre Verbindungen nach Tel Aviv für den gesamten Rest des Monats, während United Airlines alle Abflüge in die israelische Hauptstadt für die kommende Woche stornierte und betroffenen Passagieren Gebührenbefreiungen gewährte.
Auch Golfcarrier und Europäer ziehen sich zurück
Besonders gravierend ist die Situation bei den regionalen Drehkreuz-Fluggesellschaften. Emirates und Etihad Airways, die ihre Operationen von Dubai beziehungsweise Abu Dhabi aus betreiben, hatten bereits am Sonntag den Flugbetrieb ausgesetzt. Laut dem Flugdatenanbieter FlightAware strichen beide Gesellschaften den Großteil ihrer Flugpläne für Montag.
Auch europäische Fluggesellschaften reagieren auf die Lage. British Airways und Air France sagten jeweils ein Dutzend oder mehr ihrer Montagsflüge in den Nahen Osten ab. Für deutsche Reisende, die über Verbindungsflüge mit diesen Partnern in die Region reisen wollten, entstehen dadurch erhebliche Einschränkungen.
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Zur AktienanalyseDie massenhaften Streichungen erinnern an frühere Krisensituationen, etwa während des Ausbruchs regionaler Konflikte in der Vergangenheit, als Fluggesellschaften ebenfalls vorübergehend bestimmte Lufträume mieden. Reisende sollten ihre gebuchten Flüge in die betroffenen Länder dringend überprüfen und sich bei ihren Fluggesellschaften über aktuelle Umbuchungsmöglichkeiten informieren.


