Nahostkonflikt: Dutzende Airlines streichen massenhaft Flüge
Der eskalierte Iran-Krieg legt den Flugverkehr im Nahen Osten lahm – Zehntausende Passagiere sitzen fest.

Der weltweite Flugverkehr befindet sich im Ausnahmezustand. Der Krieg im Iran hat zur Schließung zentraler Drehkreuze wie Dubai, Doha und Abu Dhabi geführt, wodurch Zehntausende Reisende gestrandet sind. Zahlreiche internationale Fluggesellschaften haben daraufhin ihre Verbindungen in die Region bis weit in den März und April hinein gestrichen.
Besonders weitreichend sind die Maßnahmen des Lufthansa-Konzerns, zu dem neben Lufthansa auch Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines gehören. Die Gruppe hat Flüge nach Tel Aviv bis zum 2. April, nach Beirut und Dubai bis zum 28. März sowie nach Teheran sogar bis zum 30. April ausgesetzt. Auch Verbindungen nach Amman, Erbil, Dammam und Abu Dhabi sind bis zum 15. März gestrichen.
British Airways, Teil der IAG-Gruppe, geht noch weiter: Alle Flüge nach Abu Dhabi wurden bis Ende des Jahres gestrichen. Verbindungen nach Amman, Bahrain, Doha, Dubai und Tel Aviv sind bis Ende März annulliert. Damit gehört die britische Airline zu den Fluggesellschaften mit den umfangreichsten Streichungen.
Europäische und internationale Airlines im Überblick
Air France hat Flüge nach Tel Aviv und Beirut bis zum 15. März sowie nach Dubai und Riad bis zum 14. März eingestellt. Die Konzernschwester KLM suspendierte Verbindungen nach Riad, Dammam und Dubai, während Tel-Aviv-Flüge für den Rest der Wintersaison gestrichen bleiben. Finnair meidet den Luftraum über dem Irak, Iran, Syrien und Israel vollständig und hat Flüge nach Doha und Dubai bis zum 29. März abgesagt.
Die kanadische Air Canada strich alle Flüge nach Tel Aviv bis zum 2. Mai – eine der längsten Aussetzungen im Vergleich. Die lettische airBaltic und die polnische LOT haben Verbindungen nach Dubai bis zum 28. beziehungsweise 30. März gestrichen. ITA Airways verlängerte ihre Streichungen nach Dubai bis zum 28. März und setzte Tel-Aviv-Flüge bis zum 2. April aus.
Auch asiatische Carrier sind betroffen: Cathay Pacific aus Hongkong hat alle Flüge nach Dubai und Riad bis zum 31. März gestrichen. Japan Airlines suspendierte Verbindungen zwischen Tokio und Doha für den Zeitraum bis zum 22. März. Malaysia Airlines setzte alle Flüge nach Doha bis zum 20. März aus.
Türkische und arabische Fluggesellschaften reagieren ebenfalls
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Zur AktienanalyseTurkish Airlines strich auf Anweisung des türkischen Verkehrsministers alle Flüge in den Iran bis zum 12. März sowie Verbindungen in den Irak, nach Syrien, in den Libanon und nach Jordanien bis zum 13. März. Die Billigfluggesellschaft Pegasus Airlines annullierte Flüge nach Iran bis zum 28. März und zahlreiche weitere Ziele in der Region bis zum 23. März.
Die Fluggesellschaften der Vereinigten Arabischen Emirate, Emirates und Etihad, haben einen reduzierten beziehungsweise begrenzten Flugbetrieb aufgenommen. Etihad nahm einige Verbindungen von Abu Dhabi zu wichtigen Zielen wieder auf. Saudi Arabian Airlines setzte Flüge nach Amman, Kuwait, Abu Dhabi, Doha und Bahrain bis zum 12. März aus.
Für betroffene Reisende empfiehlt es sich, direkt bei der jeweiligen Fluggesellschaft nach Umbuchungsmöglichkeiten zu fragen. Die Lage bleibt dynamisch – weitere Streichungen oder Wiederaufnahmen von Flügen sind jederzeit möglich.


