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Nasdaq-Einbruch, Microsoft-Abfindungen und Waffenstillstand im Überblick

Technologieaktien unter Druck, Microsoft bietet erstmals Abfindungen an und Starbucks erneuert sein Treueprogramm erfolgreich.

Nasdaq-Einbruch, Microsoft-Abfindungen und Waffenstillstand im Überblick

Der Freitag bringt Anlegern eine Mischung aus geopolitischen Signalen und Unternehmensschlagzeilen. Die Aktienfutures zeigen sich uneinheitlich, nachdem alle drei großen US-Indizes am Vortag einen negativen Handelstag verzeichneten. Im Mittelpunkt stehen Quartalszahlen, Stellenabbau und neue Hoffnungen auf Frieden im Nahen Osten.

Der technologielastige Nasdaq Composite erlebte seinen schlechtesten Tag seit März. Starke Kursverluste bei wichtigen Softwaretiteln nach der Bekanntgabe ihrer Geschäftszahlen zogen den breiteren Sektor nach unten. Hintergrund: Anleger wägen zunehmend die Bedrohung der Geschäftsmodelle von Softwareunternehmen durch künstliche Intelligenz ab. Trotz des gestrigen Rückgangs schickt sich der Nasdaq an, eine dreiwöchige Gewinnserie zu beenden.

Dramatische Ausschläge bei Einzelwerten

Besonders hart traf es ServiceNow: Die Aktie brach um mehr als 17% ein und erlebte damit den schlechtesten Tag ihrer Geschichte. Auslöser war das Eingeständnis des Unternehmens, Gegenwind durch den Nahostkonflikt zu spüren. IBM verlor mehr als 8%, obwohl die Quartalsergebnisse stark ausfielen – das Unternehmen ließ seine Prognose unverändert, was Anleger enttäuschte. Tesla-Aktien gaben um mehr als 3% nach, nachdem der Elektroautohersteller ankündigte, die Ausgaben in diesem Jahr um 5 Milliarden US-Dollar höher anzusetzen als zuvor erwartet.

Nicht alle Nachrichten waren negativ: Texas Instruments kletterte um mehr als 19% – ein neuer Rekord und der beste Tag seit dem Jahr 2000. Anleger begrüßten die steigende Nachfrage nach Chips im Zuge des Ausbaus von KI-Rechenzentren. Intel-Aktien notierten am Morgen sogar 27% höher, nachdem das Unternehmen deutlich besser als erwartet ausgefallene Ergebnisse vorgelegt hatte.

Geopolitik drückt auf Ölpreise

Die Rohölpreise tendieren schwächer, da Berichte über iranische Unterhändler auf dem Weg nach Pakistan die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran stärken. Zusätzlich verkündete US-Präsident Donald Trump am Donnerstag, dass Israel und der Libanon ihren Waffenstillstand nach einem Treffen im Weißen Haus um drei Wochen verlängert haben. Zuvor hatte Trump erklärt, er habe der US-Marine befohlen, „auf jedes Boot zu schießen und es zu zerstören", das im Golf von Hormus Minen legt. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat sich demnach zu einer maritimen Pattsituation in der Straße von Hormus entwickelt – einem entscheidenden Durchgangsweg für den weltweiten Ölhandel.

Stellenabbau trifft den Tech-Sektor

Nicht nur Tech-Anleger hatten einen schwierigen Tag – auch Beschäftigte im Sektor spürten den Druck. Microsoft gab bekannt, rund 7% seiner US-Mitarbeiter freiwillige Abfindungsangebote zu unterbreiten – ein Novum für das Unternehmen. Diese Pläne folgen auf mehrere Entlassungswellen im vergangenen Jahr. Meta kündigte an, rund 8.000 Mitarbeiter oder 10% seiner Belegschaft zu entlassen und Einstellungspläne für 6.000 offene Stellen zu streichen. Nike gab ebenfalls bekannt, 1.400 Stellen zu streichen – hauptsächlich in der Technologieabteilung – im Rahmen der zweiten Entlassungswelle in diesem Jahr.

Pharma und Starbucks mit positiven Signalen

Regeneron ist das jüngste Pharmaunternehmen, das durch Vereinbarungen mit dem Weißen Haus Rabatte anbietet. Das Biotech-Unternehmen wird die Preise für Medikamente für einige amerikanische Verbraucher senken und die erste Gentherapie gegen Hörverlust für berechtigte US-Patienten kostenlos zur Verfügung stellen. Regeneron schließt sich damit einer wachsenden Gruppe von Arzneimittelherstellern an, die ihre Preise senken, um im Gegenzug von Trumps hohen Zöllen auf Pharmazeutika befreit zu werden. Die Trump-Regierung hat bisher 17 solcher Vereinbarungen unterzeichnet.

Starbucks vermeldet derweil Erfolge mit seinem überarbeiteten Treueprogramm. Beim ersten „Free Mod Monday" wurden mehr als doppelt so viele Punkte eingelöst wie bei einer früheren Montagsaktion. Hunderttausende Mitglieder nutzen zudem eigene Becher, um die doppelte Anzahl an Sternen zu erhalten – ein zweistelliger Anstieg seit Inkrafttreten der Änderungen. Die Umstrukturierung des Treueprogramms wird voraussichtlich Thema bei der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen des Unternehmens sein, die für kommenden Dienstag nach Börsenschluss geplant ist.

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