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Nasdaq steuert auf schlechteste Woche seit April 2025 zu

Tech-Ausverkauf setzt sich fort: OpenAI-IPO-Verschiebung, schwache Chip-Aktien und Marktvolatilität belasten die US-Börsen am Freitag.

Nasdaq steuert auf schlechteste Woche seit April 2025 zu

Die US-Aktienmärkte stehen unter Druck. Am Freitag gaben die Kurse im frühen Handel erneut nach, angeführt von einem breiten Ausverkauf im Technologiesektor. Der Nasdaq Composite verlor im frühen Handel rund 1% und steuert damit auf seinen größten Wochenverlust seit April 2025 zu. Der S&P 500 fiel um 0,7%, der Dow Jones Industrial Average gab 0,5% nach.

Auslöser der neuerlichen Schwäche ist ein Bericht der New York Times, wonach das KI-Labor OpenAI seinen geplanten Börsengang angesichts der anhaltenden Marktvolatilität auf das nächste Jahr verschieben könnte. Als weiteres abschreckendes Beispiel gilt die schwache Performance der SpaceX-Aktie (SPCX), die seit ihrem Börsendebüt in den vergangenen anderthalb Wochen rund 30% an Wert verloren hat. Am Freitag setzte sich der Kursverfall fort: SpaceX-Aktien gaben weitere 2% nach und schlossen zuvor bereits auf einem neuen Tiefstand.

Besonders hart traf es die japanische Softbank, einen der wichtigsten Geldgeber von OpenAI. Deren Aktien brachen am Freitag um 12% ein – ein deutliches Signal, wie stark die Nachricht über die mögliche IPO-Verschiebung die Investorenstimmung belastet.

Chip-Aktien unter starkem Verkaufsdruck

Der Ausverkauf im Halbleitersektor setzte sich fort und machte die Gewinne vom Vortag zunichte. Sandisk-Aktien (SNDK) verloren 7%, während Micron (MU), Western Digital (WDC) und Seagate Technology (STX) jeweils rund 5% nachgaben. Dabei hatte Micron erst kürzlich ein weiteres Rekordquartal gemeldet, das durch den KI-bedingten Mangel an Speicherchips begünstigt wurde.

Auch andere Chip-Schwergewichte kamen unter die Räder: Advanced Micro Devices (AMD) und Intel (INTC) verloren jeweils 4%, Broadcom (AVGO) gab 2% nach. Bei den Mega-Cap-Technologieaktien zeigte sich ein gemischtes Bild: Nvidia (NVDA) und Alphabet (GOOG) notierten jeweils rund 2% tiefer, während Microsoft (MSFT) um 1% zulegte. Apple-Aktien (AAPL) erholten sich leicht, nachdem sie am Vortag ihren schlechtesten Tag seit über einem Jahr erlebt hatten – ausgelöst durch Preiserhöhungen bei einigen Produkten zur Kompensation gestiegener Speicherkosten.

On Semiconductor bricht nach Synaptics-Übernahme ein

Für Aufsehen sorgte am Freitag auch die Ankündigung von On Semiconductor (ON), den Chip-Kollegen Synaptics (SYNA) in einer reinen Aktientransaktion zu übernehmen. Onsemi bietet den Synaptics-Aktionären 1,35 eigene Aktien je Synaptics-Aktie, was das Unternehmen mit rund 7 Milliarden US-Dollar bewertet. Der Deal soll voraussichtlich bis Mitte nächsten Jahres abgeschlossen werden.

Strategisch begründet Onsemi die Übernahme mit einer Erweiterung des Chip-Portfolios für physische KI-Anwendungen wie Robotik und autonomes Fahren – ergänzend zum bestehenden Angebot an rechenzentrumsorientieren Chips. Das Unternehmen erwartet, dass die Akquisition den gesamten adressierbaren Markt bis 2030 um bis zu 30 Milliarden US-Dollar auf dann 243 Milliarden US-Dollar vergrößern könnte. Die Märkte reagierten skeptisch: Onsemi-Aktien lagen vorbörslich rund 14% im Minus, während Synaptics-Papiere um 5% zulegten.

Rohstoffe, Anleihen und Krypto im Überblick

Auch an den Rohstoffmärkten gab es Bewegung. Die Ölpreise gaben nach, nachdem sie am Vortag aufgrund aufflammender Spannungen in der Straße von Hormus gestiegen waren. West Texas Intermediate (WTI) fiel um 3% auf 69,50 US-Dollar pro Barrel, die Nordseesorte Brent sank auf 73 US-Dollar. Gold-Futures legten hingegen um 0,5% auf 4.065 US-Dollar pro Feinunze zu.

Am Anleihemarkt stieg die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen leicht von 4,39% auf 4,40%. Am Vortag waren die Renditen noch gesunken, nachdem das von der US-Notenbank Fed bevorzugte Inflationsmaß den Erwartungen entsprochen hatte. Bitcoin notierte zuletzt bei rund 58.600 US-Dollar, nachdem die Kryptowährung am Vortag kurzzeitig auf dem niedrigsten Stand seit 2024 gehandelt worden war. Der US-Dollar-Index lag mit 0,3% im Minus bei 101,10.

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