Nestlé-Aktie unter Druck: China ordnet Rückruf an
Die Nestlé-Aktie geriet am Donnerstag unter Verkaufsdruck, nachdem chinesische Behörden einen Rückruf von Babynahrungsprodukten angeordnet hatten. Der Schweizer Lebensmittelkonzern setzte die Maßnahme umgehend um.

Die Aktie des Schweizer Nahrungsmittelriesen Nestlé verzeichnete am Donnerstag Kursverluste, nachdem die chinesische Marktaufsichtsbehörde SAMR (State Administration for Market Regulation) einen Rückruf bestimmter Säuglingsnahrungsprodukte angeordnet hatte. Die Nestlé-Aktie gab frühere Tagesgewinne ab und notierte an den europäischen Börsen 0,2 Prozent im Minus.
Rückruf folgt auf europäische Maßnahme
Die chinesische Regulierungsbehörde begründete ihre Anordnung mit einem ähnlichen Rückruf, den Nestlé kürzlich bereits in Europa durchgeführt hatte. Die China-Division des Konzerns hat nach eigenen Angaben den Rückruf der betroffenen Säuglingsnahrungspulver bereits wie gefordert umgesetzt. Details zu den genauen Produkten oder den Gründen für die Rückrufaktion wurden zunächst nicht bekannt gegeben.
Sensibles Marktsegment in China
Der chinesische Markt für Babynahrung gilt als besonders sensibel. Seit dem Melamin-Skandal im Jahr 2008, bei dem verunreinigte Milchprodukte zu Todesfällen führten, reagieren chinesische Verbraucher und Behörden äußerst vorsichtig auf mögliche Qualitätsprobleme bei Säuglingsnahrung. Internationale Marken wie Nestlé genießen bei chinesischen Eltern grundsätzlich hohes Vertrauen.
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Zur AktienanalyseBedeutung für Nestlé
Für den Schweizer Konzern ist China ein wichtiger Wachstumsmarkt. Nestlé gehört zu den führenden Anbietern von Babynahrung weltweit und erwirtschaftet mit Säuglingsnahrungsprodukten einen bedeutenden Teil seines Umsatzes. Die schnelle Umsetzung des Rückrufs zeigt, wie wichtig dem Unternehmen der Erhalt des Vertrauens chinesischer Konsumenten ist.


