Nestlé hält an L’Oréal-Beteiligung fest
Konzernchef sieht Wachstum durch Tiernahrung und Kaffee

Nestlé betrachtet seine Beteiligung am französischen Kosmetikkonzern L’Oréal weiterhin als reine Finanzinvestition. Diese Position werde regelmäßig gemeinsam mit dem Verwaltungsrat überprüft, es gebe jedoch derzeit keine neuen Entwicklungen oder Entscheidungen zu berichten. Konzernchef Philipp Navratil stellte klar, dass sich an der grundsätzlichen Einschätzung der Beteiligung nichts geändert habe und das Unternehmen keinen strategischen Umbau in diesem Zusammenhang plane.
Navratil äußerte sich zudem zu den übergeordneten Zielen des Schweizer Nahrungsmittelkonzerns. Nestlé strebt an, das angestrebte organische Wachstum von vier Prozent so rasch wie möglich zu erreichen. Nach einer Phase interner Unruhe, die dem Führungswechsel vorausging, sieht der Vorstandsvorsitzende den Konzern wieder auf einem stabileren Kurs. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die eingeleiteten Maßnahmen mittelfristig Wirkung entfalten werden.
Besonders positiv beurteilt Navratil die Entwicklung im Bereich Tiernahrung. Dieses Segment biete aus seiner Sicht erhebliches Wachstumspotenzial und sei ein zentraler Treiber für die künftige Geschäftsentwicklung. Auch das Kaffeegeschäft spiele eine wichtige Rolle, da sich hier vielfältige Chancen für Innovationen und neue Produkte ergäben. Entscheidend seien weniger weitere Übernahmen als vielmehr gezielte Neuerungen, um das Wachstum zu beschleunigen.
Parallel dazu hält Nestlé an der Überprüfung seines Wassergeschäfts fest. Für diesen Bereich wird weiterhin ein strategischer Partner gesucht. Ebenfalls auf dem Prüfstand steht die Sparte für gängige Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel. Die geplanten Abspaltungen bezeichnete Navratil als komplexe Vorhaben, deren Abschluss sorgfältige Vorbereitung erfordere. Ziel sei es, diese Prozesse zügig, aber mit der notwendigen Präzision voranzutreiben.
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Zur AktienanalyseDie vorgesehenen Veräußerungen sollen auch zur Entlastung der Bilanz beitragen. Nach Angaben des Konzernchefs könnten sie helfen, die Verschuldung des Unternehmens zu senken. Darüber hinaus werde die gesamte Bilanzstruktur überprüft, um weitere Möglichkeiten zur finanziellen Stärkung zu identifizieren. Ein zentrales Ziel bleibe es, den operativen Cashflow wieder in Richtung von zehn Milliarden Schweizer Franken zu führen. Damit will Nestlé seine finanzielle Flexibilität erhöhen und Spielraum für Investitionen in Wachstum und Innovation schaffen.


