Netflix übernimmt Warner Bros. Studios für 72 Mrd. Dollar
Warner Bros. Discovery und Netflix haben ihre Übernahmevereinbarung überarbeitet. Der Streaming-Riese zahlt nun 27,75 Dollar je Aktie in bar – ohne Aktienkomponente.

Warner Bros. Discovery und Netflix haben am Dienstag eine grundlegend überarbeitete Übernahmevereinbarung bekanntgegeben. Der Deal im Volumen von 72 Milliarden Dollar sieht nun eine reine Barzahlung von 27,75 Dollar pro Warner-Aktie vor. Damit ersetzt Netflix das ursprüngliche Angebot, das eine Kombination aus Bar- und Aktienzahlung vorsah.
Strategischer Schachzug gegen Paramount
Die Umstrukturierung des Deals erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt. Der Medienkonzern Paramount hat ein konkurrierendes reines Barangebot für die gesamte Warner Bros. Discovery vorgelegt. Mit der vereinfachten Struktur wollen Netflix und Warner offenbar die Attraktivität ihres Angebots für die Aktionäre erhöhen.
Netflix erwirbt im Rahmen der Transaktion die renommierten Warner Studios sowie das Streaming-Geschäft HBO Max. Warner Bros. Discovery hat zudem erstmals finanzielle Details zum Kabelnetzwerkgeschäft veröffentlicht, das abgespalten werden soll.
Schnellere Abstimmung geplant
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Zur AktienanalyseDie neue Vereinbarung soll den Genehmigungsprozess beschleunigen. Warner und Netflix erwarten, dass die Aktionäre bereits im April über die Transaktion abstimmen können. "Die überarbeitete Vereinbarung demonstriert unser Engagement für die Transaktion", erklärte Greg Peters, Co-CEO von Netflix.
Die reine Barstruktur könnte besonders jene Aktionäre überzeugen, die zwischen dem Netflix- und dem Paramount-Angebot abwägen. Damit setzt Netflix ein klares Signal in einem der größten Medien-Deals der vergangenen Jahre.


