Netflix vs Paramount: Bieterschlacht um Warner Bros eskaliert
Netflix-Co-Chef Greg Peters kritisiert das 108-Milliarden-Dollar-Angebot von Paramount für Warner Bros Discovery scharf und sieht sein eigenes Gebot im Vorteil. Der Streaming-Riese ist zuversichtlich, die Zustimmung der WBD-Aktionäre zu gewinnen.

Im Wettbieten um Warner Bros Discovery (WBD) verschärft Netflix den Ton gegenüber Konkurrent Paramount. Co-CEO Greg Peters bezeichnete das Konkurrenzangebot in einem Interview mit der Financial Times als nicht tragfähig und "einer näheren Prüfung nicht standhaltend". Netflix selbst bietet 82,7 Milliarden Dollar für die Film- und Fernsehstudios von Warner Bros.
Paramount-Angebot stößt auf Skepsis
Paramount Skydance hatte ein feindliches Übernahmeangebot von 108 Milliarden Dollar für das gesamte Unternehmen Warner Bros Discovery vorgelegt. Doch laut Peters haben nur "sehr wenige" WBD-Aktionäre ihre Aktien für dieses Angebot angedient. Das Paramount-Gebot wird teilweise mit 55 Milliarden Dollar Fremdkapital finanziert – ein Punkt, den Netflix als Schwachstelle identifiziert.
Netflix setzt auf Finanzstärke
Peters betonte die überlegene "Transaktionssicherheit" des Netflix-Angebots. Der Streaming-Gigant hat sein ursprüngliches Gebot kürzlich überarbeitet und bietet nun eine reine Barzahlung an, um Investoren größere Sicherheit zu geben. "Ohne die unabhängige Finanzierung durch Larry Ellison gäbe es keine Chance, dass Paramount dies jemals durchziehen könnte", kritisierte Peters.
Ellison-Familie im Hintergrund
Larry Ellison, Mitbegründer von Oracle und Vater des Paramount-CEOs David Ellison, hatte persönlich eine Eigenkapital-Beteiligung von 40 Milliarden Dollar für das Paramount-Gebot garantiert. Warner Bros Verwaltungsrat hatte dieses überarbeitete Angebot Anfang Januar jedoch abgelehnt.
Verlängerte Frist bis Februar
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Zur AktienanalyseParamount Skydance hat die Frist für sein feindliches Übernahmeangebot bis zum 20. Februar verlängert. Dies geschah kurz nachdem Netflix seine Offerte auf reine Barzahlung umgestellt hatte. Die Entscheidung zeigt, dass beide Bieter weiterhin um die Gunst der Warner Bros-Aktionäre kämpfen.
Bedeutung für die Medienbranche
Die Übernahmeschlacht gilt als eine der größten in der Unterhaltungsindustrie. Warner Bros Discovery besitzt wertvolle Assets wie HBO, CNN und die Warner Bros Filmstudios. Für Netflix wäre die Übernahme ein strategischer Coup im intensiven Wettbewerb der Streaming-Dienste. Die endgültige Entscheidung könnte die Medienlandschaft nachhaltig verändern.


