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Netflix-Warner Bros Deal: Hoffnung auf günstigere Streaming-Abos

Netflix bietet 83 Milliarden Dollar für Warner Bros. und könnte damit HBO Max unter ein Dach bringen. Verbraucher hoffen auf niedrigere Kosten bei der Streaming-Abo-Flut.

Netflix-Warner Bros Deal: Hoffnung auf günstigere Streaming-Abos

Der Streaming-Gigant Netflix hat sein Übernahmeangebot für Warner Bros. auf 83 Milliarden Dollar in bar erhöht und konkurriert damit gegen Paramount um das begehrte Studio. Sollte der Deal zustande kommen, könnte HBO Max mit Netflix verschmelzen – und Millionen Abonnenten Entlastung bei ihren monatlichen Streaming-Kosten bringen.

Verbraucher kämpfen mit steigenden Abo-Kosten

US-Verbraucher zahlen laut einer Forbes-Umfrage durchschnittlich 552 Dollar jährlich für 2,9 Streaming-Abonnements. Die Preise steigen kontinuierlich: Netflix' Premium-Tarif kostet mittlerweile 24,99 Dollar monatlich, ein Anstieg von fünf Dollar seit 2022. Der Standard-Tarif liegt bei 17,99 Dollar, HBO Max bei 18,49 Dollar.

Technologie-Kommunikationsexperte LaFleur aus New York City hält fünf verschiedene Streaming-Dienste und hofft auf Konsolidierung: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie einfach den Preis von HBO Max zu Netflix hinzufügen würden. Meine Erwartung ist, dass ich einen Rabatt bekommen könnte."

Überschneidungen bei Abonnenten enorm

Bernstein-Analysten ermittelten, dass 94 Prozent der HBO Max-Abonnenten auch Netflix nutzen, während 38 Prozent der Netflix-Nutzer HBO Max abonniert haben. Diese massive Überschneidung unterstreicht das Potenzial für Kosteneinsparungen durch Bündelangebote.

Ein Zusammenschluss könnte das ursprüngliche Streaming-Versprechen wiederbeleben: Alle Inhalte unter einem Dach. Bevor Studios ihre eigenen Dienste starteten, war dies die Vision von Netflix. Jetzt könnte die Konsolidierung diese Ära zurückbringen.

Kritiker warnen vor weniger Wettbewerb

Doch Experten und Gesetzgeber äußern Bedenken. Die Fusion könnte Netflix übermäßige Verhandlungsmacht verleihen und den Wettbewerb ersticken. Zudem befürchten Branchenkenner, dass HBOs Ruf für hochwertige Prestigeproduktionen unter Netflix' Masse-statt-Klasse-Ansatz leiden könnte.

"Unabhängig davon, ob Netflix oder Paramount der erfolgreiche Bieter ist, besteht die Sorge, ob sie in der Lage sein werden, weniger für Inhalte zu bezahlen", warnt Bill Baer, Gastwissenschaftler und ehemaliger Kartellrechtsexperte.

Abo-Müdigkeit nimmt zu

Eine Mintel-Umfrage unter 2.000 Personen zeigt: 72 Prozent der US-Verbraucher wünschen sich Streaming-Pakete für besseren Mehrwert, während 63 Prozent sich von den Optionen überfordert fühlen. Frank Weaver aus Orlando kaufte sich sogar eine App, um seine Abonnements zu verwalten.

Bündelangebote zeigen bereits Erfolg: Das vergünstigte Paket aus Disney+, Hulu und HBO Max hielt nach drei Monaten noch 80 Prozent seiner Abonnenten – deutlich mehr als die Einzeldienste.

Netflix bleibt Streaming-Grundlage

Mit 325 Millionen Abonnenten weltweit bleibt Netflix der unangefochtene Marktführer. Laut Forrester Research würden 78 Prozent der Kunden in den USA, Großbritannien und Kanada Netflix bei einem hypothetischen Wunsch-Paket wählen – vor Disney+, Paramount+ und HBO Max.

Teil von Netflix' Argumentation für das Warner Bros.-Gebot war, dass die Kombination Kosten für Verbraucher senken und regulatorische Bedenken ausräumen könnte. Ob dies tatsächlich eintritt oder ob die Fusion zu höheren Preisen bei weniger Auswahl führt, bleibt abzuwarten.

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