NHTSA beendet Tesla-Untersuchung nach Rückruf von 376.000 Fahrzeugen
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde stellt ihre Servolenkungsuntersuchung bei Tesla Model 3 und Model Y ein.

Die US-amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) hat ihre Untersuchung zu Servolenkungsausfällen bei Tesla-Fahrzeugen offiziell eingestellt. Betroffen von der Untersuchung waren rund 376.241 Fahrzeuge der Modelle Model 3 und Model Y des Modelljahres 2023. Als Grund für die Einstellung nannte die Behörde den von Tesla Anfang 2025 durchgeführten Rückruf.
Die NHTSA hatte die Untersuchung ursprünglich im Juli 2023 als vorläufige Bewertung eingeleitet. Auslöser waren Berichte von Fahrzeugbesitzern, die meldeten, dass das Lenkrad nicht mehr gedreht werden konnte oder ein erhöhter Kraftaufwand beim Lenken erforderlich war. Anfang 2024 stufte die Behörde den Fall zu einer sogenannten technischen Analyse hoch, um dem mutmaßlichen Defekt weiter auf den Grund zu gehen.
Rückruf als Reaktion auf Sicherheitsrisiko
Tesla rief Anfang 2025 in den USA insgesamt 376.000 Fahrzeuge zurück. Der Grund: Ein Ausfall der Servolenkungsunterstützung konnte die Fahrzeuge insbesondere bei niedrigen Geschwindigkeiten schwerer lenkbar machen und damit das Unfallrisiko erhöhen. Gerade in städtischen Umgebungen oder beim Einparken, wo langsame Manöver häufig sind, stellt ein erhöhter Lenkwiderstand ein ernstes Sicherheitsproblem dar.
Bemerkenswert ist die offizielle Darstellung von Tesla: Das Unternehmen erklärte, der Rückruf sei nicht als direkte Reaktion auf die laufende NHTSA-Untersuchung erfolgt, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen gewesen sei. Dennoch fiel der Zeitpunkt des Rückrufs in die Phase der behördlichen Prüfung.
Software-Update per Over-the-Air löst das Problem
Im Rahmen des Rückrufs veröffentlichte Tesla ein sogenanntes Over-the-Air-Software-Update – eine Methode, bei der Fahrzeuge Softwareaktualisierungen drahtlos und ohne Werkstattbesuch erhalten. Das Update soll Überspannungsschäden sowie eine Überlastung der Motorantriebskomponenten auf der Leiterplatte verhindern, die zu dem erhöhten Lenkaufwand geführt hatten.
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Zur AktienanalyseDiese Art der Fehlerbehebung per Fernwartung ist ein charakteristisches Merkmal von Tesla und unterscheidet das Unternehmen von traditionellen Automobilherstellern. Klassische Rückrufe erfordern in der Regel einen Werkstattbesuch, während Tesla technische Probleme häufig direkt über Software-Updates adressiert.
Das Office of Defects Investigation der NHTSA teilte abschließend mit, dass es seine technische Analyse angesichts des durchgeführten Rückrufs nun beende. Damit ist der seit Juli 2023 laufende Prüfprozess nach knapp zwei Jahren offiziell abgeschlossen. Für betroffene Tesla-Besitzer in den USA bedeutet dies, dass das Sicherheitsproblem durch das Software-Update als behoben gilt.


