Nigerias Inflation steigt im Mai auf 15,93 Prozent
Hohe Lebensmittelpreise treiben die Verbraucherinflation in Nigeria auf den dritten Anstieg in Folge.

Nigerias Verbraucherinflation ist im Mai auf 15,93 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Im April hatte die Rate noch bei 15,69 Prozent gelegen. Das nationale Statistikamt (National Bureau of Statistics) veröffentlichte diese Daten am Montag.
Der Anstieg markiert den dritten Monat in Folge mit steigender Inflation in dem westafrikanischen Land. Zuvor war die Inflation elf Monate in Folge gesunken – ein bemerkenswerter Rückgang, der nun durch neue Preisdrücke unterbrochen wurde. Im März zog das Preiswachstum wieder an, nachdem der US-israelische Konflikt mit dem Iran die globalen Energiepreise in die Höhe getrieben hatte.
Lebensmittelpreise als Haupttreiber
Besonders deutlich zeigt sich der Preisdruck bei Nahrungsmitteln. Die Lebensmittelinflation stieg im Mai im Jahresvergleich auf 16,96 Prozent, nach 16,06 Prozent im April. Damit liegt die Teuerung bei Lebensmitteln sogar noch über der allgemeinen Inflationsrate und beeinflusst das Preisniveau in Nigeria maßgeblich.
Für die nigerianische Bevölkerung ist dieser Trend besonders belastend, da Lebensmittelausgaben einen erheblichen Anteil am Haushaltsbudget vieler Nigerianer ausmachen. Steigende Nahrungsmittelpreise treffen einkommensschwache Haushalte überproportional hart.
Zentralbank erwartet vorübergehenden Anstieg
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Zur AktienanalyseDie nigerianische Zentralbank zeigte sich im Mai noch verhalten optimistisch. Sie erklärte, sie gehe davon aus, dass der aktuelle Inflationsanstieg von kurzer Dauer sein werde. Ob diese Einschätzung zutrifft, bleibt angesichts der anhaltenden globalen Energiepreisvolatilität abzuwarten.
Nigeria ist als bevölkerungsreichstes Land Afrikas und bedeutende Volkswirtschaft des Kontinents ein wichtiger Indikator für wirtschaftliche Entwicklungen in der Region. Die Inflationsentwicklung des Landes wird daher von internationalen Investoren und Ökonomen aufmerksam beobachtet. Für deutsche Anleger mit Interesse an Schwellenländern und afrikanischen Märkten liefern diese Daten wichtige Hinweise auf die makroökonomische Lage in Westafrika.


