Nike baut 1.400 Stellen ab und reduziert globale Komplexität
Der Sportartikelriese Nike streicht erneut Tausende Jobs – diesmal trifft es vor allem die Technologieabteilung.

Nike baut seine weltweite Belegschaft um rund 1.400 Mitarbeiter ab. Das entspricht etwa 2% der gesamten Belegschaft des US-amerikanischen Sportartikelkonzerns. Ziel des Stellenabbaus ist es, die Komplexität der globalen Geschäftsabläufe des Unternehmens zu verringern, wie Nike am Donnerstag mitteilte.
Besonders hart trifft die neue Entlassungswelle die Technologieabteilung des Konzerns. Nike hatte in den vergangenen Jahren massiv in digitale Infrastruktur und technologische Kapazitäten investiert – nun werden diese Bereiche gezielt verschlankt. Konkrete Angaben zu betroffenen Standorten oder Ländern machte das Unternehmen nicht.
Sanierungsplan unter Elliott Hill
Chief Operations Officer Venkatesh Alagirisamy erklärte in einer internen Mitteilung an die Belegschaft: „Dies ist keine neue Richtung. Es ist die nächste Phase der bereits laufenden Arbeit." Die Aussage unterstreicht, dass der aktuelle Stellenabbau kein abrupter Kurswechsel ist, sondern Teil einer bereits eingeleiteten Strategie.
Die Entlassungen erfolgen im Rahmen des Sanierungsplans, den Nike-Chef Elliott Hill vorgelegt hat. Hill übernahm die Führung des Unternehmens mit dem klaren Auftrag, den Konzern wieder auf Kurs zu bringen und die Kostenstruktur nachhaltig zu verbessern. Der aktuelle Jobabbau ist dabei ein zentrales Instrument dieser Restrukturierung.
Bereits zweite Entlassungswelle in diesem Jahr
Dies ist nicht der erste Stellenabbau, den Nike in jüngster Zeit durchführt. Bereits im Januar hatte der Konzern rund 800 Stellen gestrichen. Im März kündigte Nike zudem an, im Zusammenhang mit seinen Kostensenkungsbemühungen eine finanzielle Belastung in Höhe von 300 Millionen US-Dollar zu erwarten.
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Zur AktienanalyseZusammengerechnet hat Nike damit in kurzer Zeit mehr als 2.200 Stellen abgebaut. Die Restrukturierungskosten von 300 Millionen US-Dollar verdeutlichen das Ausmaß des Umbaus, den der Konzern derzeit durchläuft. Für Anleger und Beobachter des Unternehmens sind diese Schritte ein klares Signal, dass Nike seinen Fokus wieder stärker auf Effizienz und operative Schlagkraft legt.
Nike gehört zu den bekanntesten Marken der Welt und ist an der New Yorker Börse unter dem Kürzel NKE gelistet. Der Konzern steht seit einiger Zeit unter Druck, da er mit schwächerer Nachfrage, einem intensiven Wettbewerb und einem herausfordernden globalen Marktumfeld konfrontiert ist. Der laufende Restrukturierungsprozess soll das Unternehmen langfristig wettbewerbsfähiger und schlanker aufstellen.


