Nikkei 225 schließt schwächer – Nintendo auf 52-Wochen-Tief
Japanische Aktien gaben am Montag nach. Verluste in Papier & Zellstoff, Transport und Kommunikation belasteten den Markt spürbar.

Die japanischen Aktienmärkte beendeten den Montag im Minus. Der Nikkei 225 verlor 0,49% und schloss damit schwächer, nachdem Verluste in den Sektoren Papier & Zellstoff, Transport sowie Kommunikation die Kurse nach unten drückten. Trotz des negativen Gesamtbilds zeigte sich das Marktbild differenziert – an der Tokioter Börse überwogen die steigenden Aktien die fallenden mit 1.889 zu 1.659, während 242 Titel unverändert aus dem Handel gingen.
Zu den größten Verlierern des Tages zählte Nintendo Co Ltd (TYO: 7974), dessen Aktie um 8,44% oder 647 Punkte auf 7.020 einbrach. Damit markierte das Papier des Videospielkonzerns gleichzeitig ein neues 52-Wochen-Tief. Ebenfalls unter Druck stand NH Foods Ltd (TYO: 2282), das 7,46% oder 490 Punkte auf 6.078 verlor. SoftBank Group Corp. (TYO: 9984) verzeichnete ein Minus von 6,33% oder 388 Punkten und schloss bei 5.743.
Konami und Ajinomoto als Tagesgewinner
Auf der Gewinnerseite stach Konami Corp. (TYO: 9766) besonders hervor: Die Aktie des Spieleentwicklers und Unterhaltungskonzerns legte um starke 10,25% oder 1.960 Punkte zu und schloss bei 21.090. Ajinomoto Co., Inc. (TYO: 2802) gewann 9,32% oder 469 Punkte auf 5.499 – und erreichte damit gleichzeitig ein neues 52-Wochen-Hoch. Sony Corp (TYO: 6758) schloss den Tag ebenfalls im Plus und stieg um 8,29% oder 258 Punkte auf 3.372.
Der Nikkei Volatility Index, der die implizite Volatilität von Nikkei-225-Optionen misst, sank um 9,25% auf 34,16. Ein rückläufiger Volatilitätsindex signalisiert, dass die Marktteilnehmer mit weniger starken Kursschwankungen rechnen – trotz der deutlichen Einzelbewegungen bei einigen Titeln bleibt die Gesamtlage damit etwas ruhiger als zuletzt.
Rohstoffmärkte und Währungen im Blick
Auch an den Rohstoffmärkten gab es nennenswerte Bewegungen. Rohöl zur Lieferung im Juni stieg um 3,78% oder 3,61 Dollar auf 99,03 Dollar pro Barrel. Brent-Öl zur Lieferung im Juli legte um 3,21% oder 3,25 Dollar zu und erreichte 104,54 Dollar pro Barrel. Der Gold-Future für Juni hingegen gab nach und sank um 0,90% oder 42,55 auf 4.688,15 Dollar pro Feinunze.
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Zur AktienanalyseIm Währungsbereich legte der US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen leicht zu: USD/JPY stieg um 0,21% auf 157,00. Das Währungspaar EUR/JPY kletterte um 0,05% auf 184,76. Der US-Dollar-Index-Future notierte 0,10% im Plus bei 97,89 – ein Zeichen für eine leichte Stärke des Greenback gegenüber einem Korb wichtiger Weltwährungen.
Der heutige Handelstag in Tokio spiegelt die gemischte Stimmung an den asiatischen Märkten wider. Während einzelne Titel wie Konami und Ajinomoto mit zweistelligen Gewinnen glänzten, belasteten die Schwäche bei Nintendo und SoftBank den Gesamtindex. Anleger beobachten weiterhin aufmerksam die Entwicklungen bei Rohöl und den Währungsmärkten, die das Umfeld für japanische Exportwerte maßgeblich beeinflussen.


