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Nintendo hält trotz Switch 2 Erfolg an Jahresprognosen fest

Japanischer Spielekonzern trotzt Handelskrieg und steigenden Chip-Preisen mit starken Anfangsverkäufen der neuen Konsole

Nintendo hält trotz Switch 2 Erfolg an Jahresprognosen fest

Nintendo hat seine Gewinn- und Hardware-Prognosen für das laufende Geschäftsjahr bestätigt, obwohl die Spielebranche mit erheblichen Herausforderungen zu kämpfen hat. Der japanische Konzern brachte Mitte 2025 seine neue Switch 2 Konsole auf den Markt, die mit robusten Anfangsverkäufen startete. Das Unternehmen hält an seiner Jahresprognose von 19 Millionen verkauften Einheiten fest.

Die Markteinführung erfolgte in einem schwierigen Umfeld: Lieferkettenstörungen durch den Handelskrieg von US-Präsident Donald Trump und stark steigende Preise für Speicherchips belasten die gesamte Hardware-Industrie. Die boomenden Investitionen in künstliche Intelligenz treiben die Nachfrage nach Halbleitern in die Höhe und verteuern damit auch Komponenten für Spielekonsolen.

Strategische Vorsorge zahlt sich aus

Nintendo ist nach Einschätzung von Analysten besser gegen diese Turbulenzen gewappnet als seine Konkurrenten. "Die beträchtlichen Lagerbestände und langfristigen Verträge werden das Unternehmen für mehrere Quartale abschirmen", schrieb Jefferies-Analyst Atul Goyal in einer Kundenmitteilung. Diese vorausschauende Beschaffungsstrategie verschafft dem Kyoto-ansässigen Unternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Bei der Preisgestaltung zeigen sich deutliche regionale Unterschiede: In den USA kostet die Switch 2 mit 449,99 Dollar deutlich mehr als in Japan, wo sie für 49.980 Yen (umgerechnet etwa 320 Dollar) angeboten wird. Der höhere US-Preis berücksichtigt das inflationäre Umfeld auf dem amerikanischen Markt.

Profitabilität im Fokus

Goldman Sachs-Analyst Minami Munakata beruhigte Investoren hinsichtlich der Rentabilität: "Bedenken hinsichtlich der Unrentabilität der Nintendo Switch 2 sind übertrieben." Nintendo verfolge konsequent die Politik, Hardware nicht mit Verlust zu verkaufen – ein wichtiger Unterschied zu manchen Konkurrenten, die ihre Konsolen subventionieren.

Serkan Toto, Gründer der Beratungsfirma Kantan Games, weist allerdings auf Einschränkungen hin: "Es wäre für Nintendo schwieriger, die Preise zu erhöhen als für Sony, da die Switch 2 kein High-End-Produkt ist." Die Positionierung als familienfreundliche Konsole im mittleren Preissegment begrenzt den Spielraum für Preisanpassungen.

Sorgen um Software-Pipeline

Investoren zeigen sich besorgt über das Fehlen hochkarätiger Titel zum Launch. Blockbuster-Spiele wie die "The Legend of Zelda"-Reihe hatten maßgeblich zum Erfolg der ersten Switch beigetragen. Als nächster großer Titel steht "Mario Tennis Fever" in der kommenden Woche in den Startlöchern – ob dies ausreicht, um die Verkaufsdynamik aufrechtzuerhalten, bleibt abzuwarten.

Die Switch 2 ist der Nachfolger der äußerst erfolgreichen Switch-Konsole, die sich weltweit über 140 Millionen Mal verkaufte. Ob die neue Generation an diesen Erfolg anknüpfen kann, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.

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