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Nio ruft 246.000 Elektroautos wegen Softwarefehler zurück

Der chinesische Elektroautohersteller Nio muss 246.229 Fahrzeuge wegen eines Softwareproblems zurückrufen. Betroffen sind die Modelle ES8, ES6 und EC6, die zwischen März 2018 und Januar 2023 produziert wurden. Es ist der bisher größte Rückruf in der Unter

Nio ruft 246.000 Elektroautos wegen Softwarefehler zurück

Der chinesische Elektroautohersteller Nio steht vor seinem bisher größten Rückruf: 246.229 Fahrzeuge müssen wegen eines Softwareproblems in die Werkstätten. Dies gab die chinesische Marktregulierungsbehörde (State Administration for Market Regulation) am Montag bekannt. Der Umfang entspricht etwa drei Vierteln der gesamten Verkaufszahlen von Nio im Jahr 2025.

Betroffene Modelle und Produktionszeitraum

Von dem Rückruf betroffen sind die SUV-Modelle ES8, ES6 und die Coupé-Variante EC6. Die zurückgerufenen Fahrzeuge wurden zwischen dem 16. März 2018 und dem 16. Januar 2023 gefertigt. Bei einigen dieser Elektroautos kann ein Softwarefehler zu einem kurzzeitigen Ausfall des Kombiinstruments und des zentralen Kontrollbildschirms führen, was ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt.

Größter Rückruf übertrifft Xiaomi

Der Rückruf übertrifft damit den des Technologiekonzerns Xiaomi vom September vergangenen Jahres. Damals musste Xiaomi für über 115.000 Einheiten seiner beliebten SU7-Elektrolimousine ein Software-Update bereitstellen, um potenzielle Sicherheitsprobleme bei den Assistenzsystemen zu beheben. Der aktuelle Nio-Rückruf ist damit mehr als doppelt so groß.

Lösung per Fernwartung geplant

Nio wird die betroffenen Fahrzeuge hauptsächlich über Software-Updates aus der Ferne (Over-the-Air) aktualisieren. Sollten diese Fern-Updates technisch nicht möglich sein, müssen die Fahrzeugbesitzer ihre Autos in Servicezentren bringen, wo die Upgrades manuell durchgeführt werden. Diese Vorgehensweise ist mittlerweile Standard in der Elektroautobranche und ermöglicht schnelle Problemlösungen ohne aufwendige Werkstattbesuche.

Auch Zeekr von Rückruf betroffen

Unabhängig von Nio muss auch die chinesische Elektroautomarke Zeekr 38.277 Fahrzeuge zurückrufen. Grund sind Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit den Antriebsbatterien, wie aus einer weiteren Erklärung der Marktregulierungsbehörde hervorgeht. Dies zeigt, dass die chinesische Elektroautobranche trotz ihres rasanten Wachstums weiterhin mit technischen Herausforderungen zu kämpfen hat.

Bedeutung für den Markt

Der Rückruf kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt für Nio, das sich in einem intensiven Wettbewerb auf dem chinesischen Elektroautomarkt befindet. Das Unternehmen konkurriert nicht nur mit etablierten Herstellern wie Tesla, sondern auch mit neuen Playern wie Xiaomi und zahlreichen anderen chinesischen Elektroauto-Startups. Für deutsche Investoren, die in chinesische Elektromobilität investiert sind, zeigt der Vorfall die Risiken in diesem schnell wachsenden, aber noch nicht vollständig ausgereiften Marktsegment.

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