Nissan drosselt Produktion in Kyushu wegen Nahost-Exportstörungen
Eskalation im Nahen Osten trifft japanischen Autobauer: Rund 1.200 Fahrzeuge weniger im August.

Nissan Motor reduziert die Produktion in seinem Werk in der japanischen Präfektur Fukuoka im August um rund 1.200 Fahrzeuge. Auslöser sind Störungen bei den Exporten in den Nahen Osten infolge eskalierender regionaler Spannungen, wie die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei am Dienstag berichtete. Die Verschiffungen in die Region wurden unterbrochen, weshalb Lagerkapazitäten im Inland freigeräumt werden müssen.
Konkret wird Nissan im Werk Nissan Motor Kyushu die Produktion von Modellen zurückfahren, die nicht für den Nahen Osten bestimmt sind. Fahrzeuge, die eigentlich in die Region exportiert werden sollten, lagern derzeit aufgrund eingeschränkter Logistikrouten im Inland zwischen. Die Situation belastet die gesamte Lieferkette des Konzerns.
Patrol-Produktion bleibt auf normalem Niveau
Das Werk Nissan Shatai Kyushu, das den Patrol fertigt, ist von den Kürzungen ausgenommen. Der große SUV gilt als eines der wichtigsten und rentabelsten Modelle von Nissan für den Nahen Osten und wird aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage weiterhin in normalem Umfang produziert.
Die Unterbrechungen stehen im direkten Zusammenhang mit den Spannungen rund um den Iran-Konflikt und den wachsenden Schifffahrtsrisiken in der Straße von Hormus. Diese Meerenge ist ein zentraler globaler Schifffahrtsweg, über den ein erheblicher Teil des Welthandels abgewickelt wird. Störungen dort treffen exportorientierte Industrien wie die Automobilbranche besonders hart.
Toyota ebenfalls betroffen
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Zur AktienanalyseNissan ist nicht der einzige japanische Hersteller, der auf die Krise reagiert. Auch Toyota Motor hat laut Nikkei angekündigt, die Produktion von rund 40.000 für den Nahen Osten bestimmten Fahrzeugen bis April zu drosseln. Damit zeigt sich, wie weitreichend die geopolitischen Spannungen die japanische Automobilindustrie belasten.
Für deutsche Anleger ist die Entwicklung relevant, da Nissan und Toyota zu den bedeutendsten börsennotierten Automobilkonzernen weltweit zählen. Produktionskürzungen in dieser Größenordnung können die Quartalsergebnisse spürbar belasten und das Anlegervertrauen beeinflussen.


