ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Nissan exportiert US-Murano nach Japan – Handelsabkommen wirkt

Nissan schließt sich Toyota und Honda an und exportiert erstmals seit den 1990er Jahren ein in Amerika produziertes Fahrzeug nach Japan.

Nissan exportiert US-Murano nach Japan – Handelsabkommen wirkt

Nissan Motor plant, den in Smyrna, Tennessee gefertigten Mittelklasse-SUV Murano ab Anfang 2027 nach Japan zu exportieren. Damit folgt der Automobilhersteller den Ankündigungen von Toyota und Honda, die ebenfalls US-produzierte Fahrzeuge auf den japanischen Markt bringen wollen. Auslöser ist ein Handelsabkommen zwischen Japan und der Trump-Administration, das neue Importregeln für amerikanische Fahrzeuge einschloss.

Nach den im vergangenen Monat bestätigten japanischen Vorschriften müssen in den USA hergestellte Fahrzeuge nicht mehr die japanische Fahrzeugzertifizierung erfüllen, sofern sie amerikanischen Standards entsprechen. Das vereinfacht den Exportprozess erheblich. Laut einer Nissan-Sprecherin ist der Murano der erste in Amerika produzierte Nissan, der seit den 1990er Jahren in Japan verkauft wird.

Besonders auffällig: Nissan importiert den Murano mit Linkslenkung – typisch für den US-Markt, in Japan jedoch ungewöhnlich, da dort Rechtsverkehr gilt. Automobilhersteller müssen Fahrzeuge üblicherweise aufwendig anpassen, um Sicherheits- und Zulassungsvorschriften verschiedener Märkte zu erfüllen – von Beleuchtung und Spiegeln bis hin zur Lenkradposition.

Japanische Hersteller ziehen nach

Toyota hatte bereits im Dezember angekündigt, ab diesem Jahr die Limousine Camry sowie die SUV-Modelle Highlander und Tundra aus den USA nach Japan zu exportieren. Honda folgte Anfang März mit Plänen, den Acura Integra Type S und den Honda Passport TrailSport Elite ab der zweiten Jahreshälfte 2025 zu exportieren. Alle drei großen japanischen Hersteller reagieren damit auf die veränderten regulatorischen Rahmenbedingungen.

Das Handelsabkommen, das diese Regeländerungen ermöglichte, sah gleichzeitig eine Lockerung der von US-Präsident Donald Trump verhängten Importzölle vor. Für die bilateralen Handelsbeziehungen zwischen den USA und Japan sind die Exportpläne ein positives Signal.

Marktvolumen bleibt überschaubar

Experten dämpfen jedoch übertriebene Erwartungen an die Importvolumina. Rund 95 Prozent des japanischen Automobilmarktes entfallen auf lokal produzierte Fahrzeuge. Für Importe aus aller Welt verbleiben damit weniger als 250.000 Einheiten pro Jahr – ein Großteil davon aus Deutschland.

US-Marken spielen in Japan bislang eine marginale Rolle. Laut Sam Fiorani, Vice President of Global Vehicle Forecasting bei AutoForecast Solutions, umfassen die Verkäufe lediglich rund 8.700 Jeeps und 500 Cadillacs jährlich. Stephanie Brinley, leitende Automobilanalystin bei S&P Global Mobility, weist zudem darauf hin, dass viele der geplanten Importmodelle für japanische Verhältnisse zu groß und nicht massentauglich seien.

Nissan Murano ExportJapan AutomobilimportUs-Handelsabkommen JapanToyota Honda Nissan ExportJapanischer Automarkt

Disclaimer