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NNPC treibt Gaspipeline für Nigerias Norden voran

Fertigstellung der AKK-Leitung soll Industrie und Energieversorgung nachhaltig stärken

NNPC treibt Gaspipeline für Nigerias Norden voran

Der nigerianische staatliche Öl- und Gaskonzern NNPC setzt auf die nahezu abgeschlossene Gaspipeline Ajaokuta–Kaduna–Kano, um einen wirtschaftlichen Aufschwung im Norden des Landes auszulösen. Nach einem Treffen mit Präsident Bola Tinubu erklärte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Bashir Ojulari, dass ein zentraler technischer Meilenstein erreicht worden sei. Die vollständige Verschweißung der Hauptleitung, einschließlich der lang als problematisch geltenden Querung des Niger, sei abgeschlossen. Damit rücke der Anschluss der Pipeline in greifbare Nähe und solle Anfang kommenden Jahres erfolgen.

Die Pipeline mit einem Investitionsvolumen von rund 2,8 Milliarden US-Dollar gilt als eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte Nigerias im Energiesektor. Sie wurde erstmals 2008 geplant und soll Erdgas aus dem Süden in die nördlichen Landesteile transportieren. Ojulari betonte, dass mit der Inbetriebnahme erstmals in größerem Umfang Gas in den Norden gelangen werde. Dies eröffne neue Perspektiven für Industrie und Energieversorgung in Regionen, die bislang unter unzureichender Infrastruktur und häufigen Stromausfällen gelitten haben.

Nach Angaben des NNPC-Chefs steht das Projekt im Zentrum einer breiter angelegten Strategie zur Industrialisierung. Geplant sei die Ansiedlung gasbasierter Industrien, darunter Düngemittelfabriken, Kraftwerke und weitere verarbeitende Betriebe. Städte wie Kaduna, Kano, Abuja und Ajaokuta könnten demnach zu industriellen Knotenpunkten werden. In diesem Zusammenhang rechnet das Unternehmen mit der Entstehung neuer Industrieparks, die Arbeitsplätze schaffen und regionale Wertschöpfung fördern sollen.

Parallel zu den Pipelineplänen verfolgt NNPC ambitionierte Förderziele. Für das Jahr 2026 erwartet das Unternehmen eine Steigerung der Ölproduktion auf etwa 1,8 Millionen Barrel pro Tag, nach rund 1,7 Millionen Barrel im laufenden Jahr. Auch die Gasförderung soll weiter ausgebaut werden. Ojulari führte diese Entwicklung auf strukturelle Reformen im Rahmen des Petroleum Industry Act zurück, der NNPC in ein kommerziell ausgerichtetes Unternehmen umgewandelt habe. Seitdem operiere der Konzern gewinnorientiert und sei nicht mehr auf staatliche Haushaltszuweisungen angewiesen.

Präsident Tinubu habe bei dem Treffen seine wirtschaftspolitischen Ziele bekräftigt, erklärte Ojulari weiter. Dazu zählten Investitionen in Höhe von 30 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2030 sowie eine Erhöhung der nationalen Ölproduktion auf zwei Millionen Barrel pro Tag bis 2027. Die Fertigstellung der AKK-Pipeline wird in diesem Kontext als wichtiger Baustein gesehen, um Nigerias umfangreiche Gasreserven stärker für Wachstum und Entwicklung zu nutzen.

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