Noch viele offene Ausbildungsstellen - Handwerk besonders betroffen
Branchenverbände betonen, dass Betriebe attraktiver sein müssen, um junge Talente anzuziehen

Im Juli blieben fast 230.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Besonders im Handwerk sinkt die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge seit Jahren. Doch es gibt Hoffnung für junge Menschen, da es im letzten Monat deutlich mehr Ausbildungsplätze als Bewerber gab.
Branchenverbände betonen, dass Betriebe attraktiver sein müssen, um junge Talente anzuziehen. Soziale Medien könnten genutzt werden, um sich als guter Ausbildungsbetrieb zu präsentieren. Studienabbrecher sind ebenfalls als potenzielle Azubis im Handwerk interessant, da hier der größte Fachkräftemangel besteht.
Eine Möglichkeit, die Ausbildung im Handwerk attraktiver zu gestalten, ist ein Auslandsaufenthalt während der Lehre. Ein Viertel der Ausbildungszeit könnte in einer ausländischen Bäckerei verbracht werden. Doch dieser Aufenthalt muss selbst finanziert werden, es gibt jedoch Stipendienmöglichkeiten.
Für jene, die lieber in der Region bleiben möchten, könnten Familienunternehmen eine gute Option sein. Allerdings klagen auch diese Unternehmen zunehmend über den Fachkräftemangel.
Die Präsidentin des Wirtschaftsverbands "Die Familienunternehmer" sieht die politische Verantwortung für die Situation und betont, dass Deutschland als Standort nicht mehr wettbewerbsfähig sei. Die hohen Kosten und Steuern schrecken Fachkräfte ab.
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Zur AktienanalyseUm die Situation zu verbessern, müssen Unternehmen und Politik gleichermaßen handeln. Unternehmen müssen sich attraktiv zeigen und Perspektiven bieten, um Lehrlinge zu halten. Der Berufsbildungsbericht zeigt, dass jeder Vierte die Lehre abbricht oder gar nicht erst anfängt. Es besteht eine Diskrepanz zwischen Vorstellung und Realität, was zu Unzufriedenheit und einem wachsenden Fachkräftemangel führt.


