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Nokia übertrifft Gewinnerwartungen im zweiten Quartal dank KI-Nachfrage

Der finnische Telekommunikationsausrüster profitiert von boomender Nachfrage aus KI- und Cloud-Segmenten und übertrifft Analystenerwartungen deutlich.

Nokia übertrifft Gewinnerwartungen im zweiten Quartal dank KI-Nachfrage

Nokia hat im zweiten Quartal 2026 einen starken Gewinnanstieg verbucht und damit die Erwartungen der Analysten klar übertroffen. Der vergleichbare operative Gewinn stieg um 18 Prozent auf 434 Millionen Euro – deutlich über der durchschnittlichen Analystenprognose von 382 Millionen Euro, die im Rahmen einer LSEG-Umfrage ermittelt worden war. Als Haupttreiber des Wachstums nennt das Unternehmen die stark gestiegene Nachfrage von Kunden aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Cloud.

Auch beim Umsatz überzeugte der finnische Konzern: Der vergleichbare Nettoumsatz erreichte im Berichtsquartal 4,82 Milliarden Euro und lag damit ebenfalls über den Markterwartungen. Nokia hat seinen strategischen Fokus in den vergangenen Monaten zunehmend auf den Verkauf von Glasfaserkabeln an große Technologiekonzerne verlagert, die massiv in den Aufbau von KI-Rechenzentren investieren.

KI- und Cloud-Umsatz verdoppelt

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung im KI- und Cloud-Segment: Der Nettoumsatz mit diesen Kunden hat sich im zweiten Quartal auf 446 Millionen Euro verdoppelt. Gleichzeitig verzeichnete Nokia neue Aufträge im Wert von 2,8 Milliarden Euro – ein klares Signal für die anhaltend starke Nachfrage in diesem Bereich.

CEO Justin Hotard kommentierte die Lage optimistisch: „Die Nachfrage bleibt robust, während das Angebot weiterhin der größte Engpass der Branche ist, was unsere Kunden dazu bewegt, längerfristige Bestellungen aufzugeben." Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass Nokias Kunden angesichts knapper Kapazitäten auf langfristige Liefervereinbarungen setzen, um ihre Versorgung zu sichern.

Speicherchip-Kosten belasten die Branche

Trotz der starken Quartalszahlen bleibt Nokia nicht vollständig von den Herausforderungen der Branche verschont. Der plötzliche Preisanstieg bei Speicherchips – angetrieben durch die dominierende Nachfrage von KI-Unternehmen – belastet auch die Hersteller von Telekommunikationsausrüstung. Nokia muss wie seine Wettbewerber mit steigenden Komponentenkosten umgehen.

Der schwedische Rivale Ericsson hatte bereits vergangene Woche vor dem Druck durch steigende Speicherchip-Kosten gewarnt. Diese Ankündigung schürte bei Anlegern Sorgen vor sinkenden Margen und schickte die Ericsson-Aktie auf Talfahrt. Nokias starkes Quartalsergebnis hebt sich damit positiv vom Branchenumfeld ab und zeigt, dass der Konzern aus Espoo seine strategische Neuausrichtung bislang erfolgreich umsetzt.

Nokia mit Hauptsitz in Espoo, Finnland, gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Telekommunikationsinfrastruktur. Das Unternehmen konkurriert international vor allem mit Ericsson aus Schweden sowie dem chinesischen Anbieter Huawei. Die konsequente Ausrichtung auf das wachstumsstarke KI- und Cloud-Geschäft scheint sich für den Konzern zunehmend auszuzahlen.

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