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Nomura: KI-Infrastruktur-Investitionszyklus hat seinen Höhepunkt noch nicht erreicht

Trotz jüngster Kursverluste bei Halbleiteraktien sieht Nomura weiteres Aufwärtspotenzial im KI-Infrastrukturmarkt.

Nomura: KI-Infrastruktur-Investitionszyklus hat seinen Höhepunkt noch nicht erreicht

Investing.com – Die japanische Investmentbank Nomura zeigt sich trotz des jüngsten Rückgangs bei Halbleiteraktien weiterhin optimistisch für den KI-Infrastruktur-Investitionszyklus. Laut Analyst Aaron Jeng hat der Zyklus seinen Höhepunkt noch nicht erreicht – Angebotsengpässe und die anhaltend hohen Ausgaben der großen Cloud-Anbieter, sogenannter Hyperscaler, deuten auf weiteres Aufwärtspotenzial hin.

Jeng verwies in einer Mitteilung an Anleger vom Dienstag auf die beeindruckende Kursentwicklung des Philadelphia Semiconductor Index (SOX). Seit dem letzten Zyklus-Update von Nomura im März legte der Index um 85 Prozent zu. Seit der erneuten Beschäftigung des Hauses mit dem KI-Thema im Mai 2025 beträgt der Anstieg sogar 211 Prozent – bevor der Index zuletzt wieder nachgab.

Den jüngsten Rücksetzer bewertet Jeng als gesunde Konsolidierung: „Ein Rücksetzer sei nach einem derartigen Anstieg in so kurzer Zeit gesund." Dennoch mahnt er zur Vorsicht und nennt konkrete Risikofaktoren, die Anleger im Blick behalten sollten:

  • Ungleichgewichte bei der Komponentenversorgung
  • Druck auf den freien Cashflow der Hyperscaler im Jahr 2027
  • Makrorisiken durch einen steigenden Renditetrend

Hyperscaler-Ausgaben als zentraler Treiber

Ein wesentliches Argument für Nomuras optimistische Einschätzung sind die Investitionspläne der großen Cloud-Konzerne. Die Ausgaben der Hyperscaler müssen laut Nomura „bis weit in das Jahr 2027 hinein Aufwärtspotenzial aufweisen" – und das trotz eines unzureichenden freien Cashflows. Als Hauptgrund für diesen Cashflow-Druck nennt die Bank die stark steigenden Speicherkosten.

Auch das hauseigene globale Tracking für den Bau von Rechenzentren untermauert den positiven Ausblick. Die aktuellen Daten deuten auf ein weiteres Aufwärtspotenzial gegenüber den Schätzungen vom März hin – ein klares Signal, dass der Kapazitätsausbau in der KI-Infrastruktur noch lange nicht abgeschlossen ist.

Angebotsengpässe verlagern sich zu kleineren Zulieferern

Auf der Angebotsseite zeichnet Nomura ein differenziertes Bild. Der zweijährige Zeitplan für den Neubau von Rechenzentren (sogenannte Greenfield-Projekte), der Ende 2025 beginnt, deutet auf unzureichende Kapazitäten bis ins Jahr 2027 hin. Besonders bemerkenswert: Der Lieferengpass dürfte sich dabei schrittweise von großen Akteuren wie dem taiwanischen Chipriesen TSMC hin zu kleineren Komponentenherstellern verlagern.

Für Anleger bedeutet das, dass nicht nur die bekannten Schwergewichte der Halbleiterbranche von diesem Trend profitieren könnten, sondern zunehmend auch Zulieferer aus dem zweiten und dritten Glied der Lieferkette in den Fokus rücken.

Analyst Jeng betonte abschließend, dass Preiserhöhungen und laufende Aufwärtskorrekturen der Gewinnprognosen „nach wie vor die größten Katalysatoren wären". Nomura bekräftigte zudem seine Bereitschaft, bei Kursschwäche als Käufer aufzutreten – ein klares Bekenntnis zur langfristigen Investitionsthese rund um KI-Infrastruktur.

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