Norsk Hydro kürzt Investitionen für 2025
Stellenabbau und Einstellungsstopp als Reaktion auf Zölle und volatile Rohstoffpreise

Der norwegische Aluminiumhersteller Norsk Hydro hat seine Investitionsprognose für das Jahr 2025 um 1,5 Milliarden norwegische Kronen gesenkt und einen Einstellungsstopp für externe Angestellte in Büropositionen verhängt. Grund dafür sind schwankende Rohstoffkosten und eine unsichere Nachfrageentwicklung. Darüber hinaus plant das Unternehmen, bis 2025 mehr als 100 Stellen in der Sparte Hydro Extrusions zu streichen, um die operative Effizienz zu steigern und Kosten zu kontrollieren.
Die Auswirkungen der neuen US-Zölle auf Aluminium haben die Handelsströme verändert und zu Rekordwerten bei physischen Marktaufschlägen geführt. Diese Entwicklung erhöht den Kostendruck für amerikanische Abnehmer und verändert die globalen Lieferketten. Zwar habe man bisher keine gravierenden operativen Veränderungen durch die Zölle oder mögliche Handelskonflikte erlebt, doch laut Konzernchef Eivind Kallevik bestehe die Hauptsorge darin, ob die daraus resultierende Unsicherheit eine globale wirtschaftliche Abschwächung auslösen könnte.
Trotz dieser Herausforderungen konnte Hydro im zweiten Quartal einen Anstieg des bereinigten Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 33,4 Prozent auf 7,79 Milliarden norwegische Kronen verzeichnen. Im Vorjahresquartal lag dieser Wert bei 5,84 Milliarden Kronen. Die Analystenschätzungen, die im Schnitt bei 7,30 Milliarden Kronen lagen, wurden damit übertroffen. Wesentliche Treiber für das positive Ergebnis waren höhere Aluminium- und Energiepreise sowie interne Erträge, obwohl sich gestiegene Rohmaterialkosten – insbesondere für Tonerde – und negative Währungseffekte belastend auswirkten.
In einigen Geschäftsbereichen zeigten sich laut Unternehmensangaben erste Anzeichen einer Erholung bei den Auftragseingängen. Davon profitieren insbesondere inländische Produzenten, die von einem Rückgang der Importe begünstigt sind. Während die USA weiterhin stark von Aluminiumimporten abhängig sind – über zwei Drittel stammen aus Kanada – verteuern die neuen Zölle in Höhe von 50 Prozent den Bezug von ausländischem Metall erheblich.
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Zur AktienanalyseGleichzeitig produzieren chinesische Hüttenwerke Rekordmengen an Aluminium und suchen nach Absatzmärkten im Ausland. Die errichteten Handelsbarrieren im Westen sorgen kurzfristig für Entlastung bei Unternehmen wie Norsk Hydro, da sie die regionalen Preisaufschläge erhöhen und kostengünstige Konkurrenz eindämmen.


