Norsk Hydro übertrifft Erwartungen im ersten Quartal
Rückgang des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen

Der norwegische Aluminiumproduzent Norsk Hydro veröffentlichte am Freitag einen Bericht über seine Gewinne im ersten Quartal. Dabei zeigte sich ein erwarteter Rückgang des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) auf 7,5 Milliarden Kronen (705,5 Millionen Dollar), verglichen mit 11,2 Milliarden im Vorjahr. Damit übertraf das Unternehmen jedoch die Erwartungen der Analysten, die im Durchschnitt mit 7,3 Milliarden Kronen gerechnet hatten. Die rückläufigen Metallpreise sind die Hauptursache für den Rückgang des EBITDA. Die fallenden Preise für Aluminium und Alumina sowie die steigenden Rohstoffkosten hätten sich negativ auf das Ergebnis ausgewirkt, teilte Norsk Hydro in einer Erklärung mit.
Alumina, das aus Bauxit hergestellt wird, ist der Hauptbestandteil für die Herstellung von Aluminium. Aluminiumpreise sind in diesem Jahr gesunken, da China seine Produktion erhöht hat und aufgrund von Bedenken hinsichtlich einer globalen wirtschaftlichen Verlangsamung. Norsk Hydro sagte voraus, dass der Aluminiummarkt im Jahr 2023 weitgehend ausgewogen sein wird, mit Lieferstörungen innerhalb und außerhalb Chinas. Das Unternehmen warnt zudem vor weiteren Einschränkungen.
Obwohl die Aluminiumpreise in diesem Jahr gesunken sind, liegen sie immer noch weit unter denen des ersten Quartals des Vorjahres, als im März 2022 Rekordhöchststände von über 4.000 US-Dollar pro Tonne erreicht wurden, als die Weltwirtschaft von der Pandemie genesen war und die Rohstoffpreise stiegen.
Norsk Hydro veröffentlichte den Bericht über seine Gewinne einen Tag, nachdem es bekannt gegeben hatte, dass es eine 30-prozentige Beteiligung an seiner brasilianischen Alumina-Raffinerie Alunorte an den Schweizer Bergbau- und Handelskonzern Glencore verkauft hat. Am Mittwoch gab das Unternehmen bekannt, dass es Porsche mit kohlenstoffarmem Aluminium beliefern werde und letztendlich dessen Batteriematerialien recyceln werde.
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Zur AktienanalyseWährend die Aluminiumpreise in diesem Jahr gesunken sind, besteht die Möglichkeit, dass sie aufgrund von Einschränkungen und der hohen Nachfrage in China wieder steigen werden. Das Risiko von weiteren Störungen auf dem Markt ist jedoch groß und könnte sich negativ auf die Gewinne von Norsk Hydro auswirken. Die Aussichten des Unternehmens sind daher unsicher, aber mit der Entscheidung, auf kohlenstoffarmes Aluminium umzusteigen und zu recyceln, ist Norsk Hydro gut aufgestellt, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.


