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Norwegisches Parlament fordert alternative Maßnahmen zur Reduzierung von Kohlenstoffemissionen bei LNG-Anlage

Klimafreundlichere Alternativen für umstrittenes Melkoeya-Projekt in Norwegen gefordert

Norwegisches Parlament fordert alternative Maßnahmen zur Reduzierung von Kohlenstoffemissionen bei LNG-Anlage

Das norwegische Parlament hat die Regierung angewiesen, eine Alternative zur Reduzierung von Kohlenstoffemissionen an Europas größtem Flüssigerdgas (LNG)-Werk zu prüfen, aber keine Entscheidung zur Einstellung des umstrittenen Plans zur Nutzung von Landstrom getroffen. Der Ölkonzern Equinor und seine Partner suchen die Genehmigung zur Ersetzung des Gases an der Anlage durch Strom aus dem nationalen Netz, um so die Emissionen zu reduzieren. Der Standort ist einer der größten Einzelverursacher von Kohlenstoffdioxid in Norwegen. In einer einstimmigen Abstimmung forderte das Parlament die Minderheitsregierung auf, bis 2029 die Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS) als Alternative zur Elektrifizierung zu bewerten, obwohl Equinor dies als zu teuer abgelehnt hat.

Die Kontroverse um das Projekt ist aufgrund der vermeintlichen Kollision mit der Entwicklung der grünen Industrie, steigender Strompreise sowie der Rechte indigener Samenrentierhirten für die Anwohner umstritten. Mit den Kommunalwahlen in Norwegen in diesem Jahr ist das Melkoeya-Projekt zu einem Top-Thema für Wähler in der Region geworden, und die Opposition versucht, aus der schlechten Bewertung der Minderheitsregierung Kapital zu schlagen. Equinors Partner an der Anlage sind TotalEnergies, Wintershall Dea, Neptune Energy und das staatliche norwegische Unternehmen Petoro.

Obwohl die Entscheidung des Parlaments den umstrittenen Plan derzeit nicht stoppt, ist es ein wichtiger Schritt zur Erschließung von umweltfreundlicheren Alternativen. Das Parlament fordert, dass alternative Pläne zur Reduzierung von Kohlenstoffemissionen bis 2029 umfassend geprüft werden, wobei der Schwerpunkt auf der Kohlenstoffabscheidung und -speicherung liegt. Diese Technologie ist noch relativ neu und teuer, könnte aber in Zukunft einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung von Kohlenstoffemissionen leisten. Die Entscheidung des Parlaments zeigt, dass Norwegen sich verpflichtet hat, den Klimawandel zu bekämpfen und Alternativen zur traditionellen Energieproduktion zu finden, um die Emissionen zu reduzieren.

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